Hilfe, gegenseitig angesteckt! Kind erkältet, die ganze Familie erkältet

Akute Ansteckungsgefahr besteht vor allem in den ersten Tagen, nachdem die Symptome einer Erkältung auftreten. Bringen die Kinder eine Erkältung aus Schule oder Kindergarten mit nach Hause, dauert es oft nicht lange, bis sich auch die Eltern anstecken. Der Grund ist, dass das Immunsystem der Eltern die Erkältungsviren nicht oder nicht mehr kennt.

Die klassische Erkältung mit Husten, Halsschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) ist eine typische Infektionskrankheit, bei der sich die Familienmitglieder häufig und schnell gegenseitig anstecken Bild: New Africa | fotolia

Kaum sind Kinder in der Kita oder in der Schule, schon bringen sie eine Erkältung nach der anderen mit Husten, Halsschmerzen und Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) nach Hause. Immer wieder stecken sie die ganze Familie an. Verantwortlich dafür sind die speziellen Krankheitserreger, die das Kind mitbringt und die das Immunsystem der Erwachsenen nicht oder nicht mehr kennt.

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Bis zu zehn Mal pro Jahr bringen Kinder im Schnitt eine Erkältung aus der Kita oder Schule mit nach Hause. Meist sind es Viren, die sie eingefangen haben. Über 200 verschiedene Erkältungsviren kennt man heute. Allein von Rhinoviren, den häufigsten Auslösern einer Erkältung, gibt es über 100 verschiedene Unterformen.

Warum Kinder besonders ansteckend sind

Es gibt mehrere Gründe, warum Kinder besonders ansteckend sind. In erster Linie macht der innige Kontakt innerhalb der Familie eine Übertragung leicht. Dann können Kinder Erkältungsviren mit nach Haus bringen, mit denen das Immunsystem der Eltern noch nichts beziehungsweise schon lange nichts mehr zu tun hatte. Oder sie schleppen so viele verschiedene Keime ein, dass das Immunsystem der anderen Familienmitglieder der Aufgabe, die Krankheitserreger abzuwehren, nicht mehr gewachsen ist. Und zu guter Letzt kann das Immunsystem der Eltern durch Schlafmangel oder Stress geschwächt sein.

Im Aufbau begriffen: Das kindliche Immunsystem

Kinder entwickeln erst langsam ihre eigene Immunabwehr. Wenn sie geboren werden, haben sie noch den im Mutterleib erworbenen Immunschutz, den sogenannten Nestschutz. Dieser schützt das Baby in den ersten drei Lebensmonaten weitestgehend vor Infekten. Danach entwickelt sich langsam ein eigenständiges Immunsystem. Kommt das Kind mit Keimen in Berührung, lernt das Immunsystem, wie es die Keime abwehren kann. Auf diese Weise bildet sich nach und nach ein stabiles Abwehrsystem heraus.

Wie Erkältungsviren übertragen werden

Der enge Kontakt, den Kinder in der Kita oder in der Schule haben, macht es den Viren leicht, sich auszubreiten. Kinder niesen und husten nicht in die Armbeuge, daher verbreiten sie die Erkältungsviren als feine Tröpfchen im Raum, wo die Krankheitserreger von den anderen Kindern eingeatmet werden. Diesen Übertragungsweg nennt man Tröpfcheninfektion.  Kinder wischen auch oft die Triefnase mit der Hand weg. Langen sie dann Spielzeug oder andere Gegenstände an, setzen sich die Viren darauf fest. Das nächste Kind, das diesen Gegenstand berührt, hat die Viren an den Händen. Fasst es sich dann ins Gesicht, gelangen die Keime leicht auf die Schleimhäute. Auch durch Körperkontakt werden die Viren weitergegeben. Diese Übertragungswege heißen Kontakt- oder Schmierinfektion.

Gegenseitige Ansteckung in der Familie:
Gefahr vor allem in den ersten Tagen der Erkältung

Auch innerhalb der Familie breiten sich die Erkältungsviren über diese beiden Wege aus. Die Ansteckungsgefahr ist vor Ausbruch der Symptome und in den ersten Tagen der Erkrankung am größten. Die Symptome werden nach einer Inkubationszeit von zwei bis acht Tagen spürbar: Es kribbelt in der Nase, die Nasenschleimhaut schwillt an und die Nase beginnt zu laufen, Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit, bei Kindern oft begleitet durch leichtes Fieber, stellen sich ein.

Kinder haben stärkere Symptome als Erwachsene

Haben sich Viren festgesetzt, reagiert der Körper mit vermehrter Sekretbildung und die Schleimhäute schwellen an. Da Babys und Kleinkinder noch sehr enge Atemwege haben, verschließen sie sich schneller und die Atemwege werden nicht mehr ausreichend belüftet. Das ist auch der Grund, warum bei Kleinkindern eine Erkältung oft zu einer Mittelohrentzündung führt. Rasche Hilfe ist nötig.

Wirksame Hausmittel gegen Erkältung und was bei Kindern zu beachten ist

Mittlerweile wissenschaftlich belegt ist die wohltuende und stärkende Wirkung von frisch zubereiteter Hühnersuppe. Ingwer stärkt erwiesenermaßen die Durchblutung der Schleimhäute und wirkt antimikrobiell.  Auch Kamillendampfbäder und Nasenspülungen mit Meersalz erleichtern die Erkältungsbeschwerden. Achtung: Kinder sollten nur unter Aufsicht inhalieren, da sie sich direkt am heißen Topf oder beim Umkippen am heißen Wasser verbrennen können. Vorsicht ist auch vor ätherischen Ölen wie Kampfer oder Minze geboten. Sie sind für Kinder nicht geeignet. Warmer Linden- oder Holunderblütentee ist wohltuend und hilft, den Schleim in den Atemwegen zu lösen. Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung hilft ein ansteigendes Fußbad. Hierzu die Füße in lauwarmes Wasser stellen und nach und nach warmes Wasser hinzugeben, bis die Wassertemperatur angenehme 39 bis 40 Grad erreichet. Nach zehn Minuten werden die Füße nach dem Abtrocknen in warme Socken gepackt. Für ausreichend Ruhe und Schlaf sorgen ist jetzt besonders wichtig. Außerdem sollten die Räume regelmäßig und gut gelüftet werden. Der Luftaustausch reduziert eventuell vorhandene Viren und erhöht die Luftfeuchtigkeit.

Homöopathische Mittel gegen Erkältung für die ganze Familie

Von einer sanften Behandlung, wie sie die Homöopathie bietet, profitieren Groß und Klein. Homöopathische Mittel lindern nicht nur die Beschwerden, sie können auch das Immunsystem stärken, damit es besser gegen die Krankheitserreger vorgehen kann. Bereits für Säuglinge (Tablette auflösen und mit dem Fläschchen geben) und Kleinkinder geeignet ist das homöopathische Komplexmittel . Die enthaltenen elf harmonisch aufeinander abgestimmten Wirkstoffe helfen bei akutem und chronischem Schnupfen, Entzündungen des Rachenraums und der Nasennebenhöhlen. Sie wirken abschwellend auf die Schleimhäute und lindern die Beschwerden wie Zerschlagenheit, Nies- und Juckreiz sowie Druck im Kopf.  Sinusitis Hevert SL ist auch für Menschen mit empfindlichem Magen geeignet, denn es enthält keine ätherischen Öle.

Wie schützt man sich vor Ansteckung?

Einen 100-prozentigen Schutz vor Ansteckung gibt es nicht. Das Risiko lässt sich aber verringern:

  • Sich und seinen Kindern häufig und gründlich die Hände waschen. Das schützt besser als eine schnelle Handdesinfektion mit Desinfektionsmitteln. Sich nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen.
  • Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, möglichst meiden beziehungsweise anschließend sofort die Hände waschen.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge. Von Niesern mindestens einen Meter Abstand halten und sich wegdrehen. Luftanhalten allein hilft nicht. Besser ein Taschentuch vor Mund und Nase halten.

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