Homocystein mit B-Vitaminen senken

Um einem Vitamin B-Mangel vorzubeugen, ist der Verzehr von Salat und grünem Gemüse ebenso wichtig wie Eier- und Milchprodukte, Fleisch (vor allem Leber), Fisch, Kartoffeln und Bananen. Vitamin B-Mangel kann zu erhöhten Homocystein-Werten führen, einer möglichen Ursache für Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz.

Um Homocystein-Werte zu senken, ist eine vitaminreiche Ernährung wichtig. Vor allem auf die B-Vitamine B6, B12 und Folsäure kommt es an. Bild: Yaruniv-Studio | fotolia

Kennen Sie Ihren Homocystein-Wert? Eine geringe Menge dieser Aminosäure hat jeder Mensch im Blut. Ein zu hoher Homocystein-Spiegel kann allerdings problematisch sein und gilt als Risikofaktor für Erkrankungen wie zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall und auch Demenz. Zum Abbau werden die B-Vitamine B6, B12 und Folsäure benötigt. Ein Vitaminmangel gilt daher als Hauptursache für erhöhte Homocystein-Werte.

Das lesen Sie in diesem Artikel

Was ist Homocystein?
Gesundheitsrisiken durch Homocystein
Was ist der Grund für zu hohe Homocystein-Werte?
Wie wird der Homocystein-Spiegel gemessen?
Homocystein mit Ernährung senken
Homocystein mit Vitamin B-Präparaten senken

Was ist Homocystein?

Beim Abbau lebenswichtiger Substanzen entstehen im Körper vielfach unbrauchbare und auch schädliche Stoffwechselprodukte. Sie werden vom Körper so um- oder abgebaut, dass sie problemlos ausgeschieden werden können. Zu diesen Stoffen zählt Homocystein. Es entsteht als Zwischenprodukt beim Abbau von Methionin, einem lebenswichtigen Eiweiß aus der Nahrung (z.B. Fisch, Fleisch, Eier). Normalerweise wird Homocystein durch Enzyme in Cystein umgewandelt, welches dann mit dem Urin ausgeschieden wird. Oder es wird zu Methionin umgewandelt, einem wichtigen Ausgangsstoff im „Methylierungszyklus“. Auf dem einen Stoffwechselweg wird Vitamin B6, auf dem andern werden Vitamin B12 und Folsäure benötigt. Wenn beides nicht klappt, reichert sich Homocystein an und kann die Gesundheit beeinträchtigen.

Gesundheitsrisiken durch Homocystein

Ob sich das Homocystein schädlich auf den Organismus auswirkt, hängt vor allem von seiner Konzentration ab. Idealerweise sollte der Wert unter 10 Mikromol pro Liter liegen. Zu viel Homocystein scheint die Entstehung von Arteriosklerose, besser bekannt als Arterienverkalkung, zu begünstigen. Dabei schädigt Homocystein die Innenwand der Gefäße und fördert so Ablagerungen von Blutfetten wie Cholesterin. Die Gefäße verlieren an Elastizität, es kommt zu gefährlichen Verengungen und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ein erhöhter Homocystein-Wert gilt deshalb neben Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und schlechten Blutfettwerten als Risikofaktor. Weitere Erkrankungen, bei denen Homocystein eine Rolle spielen kann, sind insbesondere Thrombosen, Demenzen (z.B. Alzheimer) und Osteoporose.

Was ist der Grund für zu hohe Homocystein-Werte?

Im Stoffwechsel wird Homocystein schnell unschädlich gemacht. Dafür sorgen neben Enzymen vor allem drei Mikronährstoffe: Folsäure (Vitamin B9), Vitamin B12 und Vitamin B6. Steht nur einer davon nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, wird der Abbau erheblich gestört. Zwar kann auch ein Enzymdefekt die Homocystein-Werte steigen lassen. Die als Homocysteinurie bezeichnete angeborene Stoffwechselstörung ist jedoch sehr selten.

Als Hauptursache für ein Zuviel an Homocystein gilt ein Vitaminmangel. Die Gründe für einen Vitamin B-Mangel sind unter anderem eine unzureichende Zufuhr über die Nahrung, die Einnahme bestimmter Medikamente und regelmäßiger Alkoholkonsum. Speziell im Alter können aber auch chronische Erkrankungen die Ursache sein. Bei einer Magenschleimhautentzündung zum Beispiel kann es dazu kommen, dass Vitamin B12 nicht mehr vollständig aus der Nahrung aufgenommen wird. Da Vitamin B12 vor allem in tierischen Lebensmitteln vorkommt, birgt der Verzicht darauf ein hohes Risiko für eine Unterversorgung. Deutschland ist bekanntermaßen ein Folsäuremangel-Land. Folsäure ist zwar in vielen grünen Gemüsesorten vorhanden, doch gehen große Teile des empfindlichen Vitamins bei der Lagerung und durch Hitzeeinwirkung beim Kochen verloren.

Wie wird der Homocystein-Spiegel gemessen?

In der Regel wird der Homocystein-Spiegel mithilfe einer Blutuntersuchung in nüchternem Zustand erhoben. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur, wenn ein „begründeter Verdacht“ vorliegt. Ist das nicht der Fall, gilt der Homocystein-Test als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und muss einschließlich der Beratungsgebühr des Arztes aus eigener Tasche bezahlt werden.

Homocystein mit Ernährung senken

Das A und O zur Vorbeugung erhöhter Homocystein-Spiegel ist bei gesunden Menschen eine ausgewogene Ernährung. Sie stellt in der Regel sicher, dass die Vitamine B6, B12 und Folsäure in ausreichender Menge aufgenommen werden. Weil Folsäure durch Hitze schnell zerstört wird, sollte etwas Obst und Gemüse auch roh verzehrt werden. Folsäure ist reichlich enthalten in grünem Gemüse, Blattsalaten und Zitrusfrüchten. Vitamin B12 kommt vor allem in Lebensmitteln tierischen Ursprungs wie Fleisch, Innereien und Fisch vor. Weitere Quellen sind Eier, Milch und Milchprodukte. Gute Vitamin B6-Lieferanten sind Lachs, Kartoffeln, Bananen, Avocados, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Bei einem nachgewiesenen Mangel an den relevanten B-Vitaminen wird jedoch eine Vitaminsubstitution empfohlen. Sie senkt den Risikofaktor Homocystein zuverlässig, schnell und sicher.

Homocystein mit Vitamin B-Präparaten senken

Eine Vitamintherapie mit den Vitaminen B 6, B 9 (Folsäure) und B12 in den notwendigen Dosierungen senkt bei gesunden Menschen nachweislich Homocystein im Blut. Eine Möglichkeit ist die Einnahme von Vitamin B Komplex forte Hevert plus separat Folsäure Hevert . Wie lange und in welcher Dosierung Vitaminpräparate zur Senkung bzw. Vorbeugung erhöhter Homocystein-Spiegel einzunehmen sind, sollte immer mit einem Arzt oder Heilpraktiker besprochen werden. Diese können auch eine eventuelle Therapie mit Injektionspräparaten wie Vitamin B12 plus Folsäure Hevert  und Vitamin B6 Hevert  in Erwägung ziehen.

Sie möchten wissen, wie Sie ihren Vitamin B-Bedarf decken? Lesen Sie dazu unser >Dossier „Vitamin B“  und unser >Dossier „Vitaminreich ernähren“

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