Darmflora: Fast Food macht arm

Laut Studien stört der westliche Lebensstil die Darmflora. Und das sogar über Generationen hinweg.

Laut Studien stört der westliche Lebensstil die Darmflora. Und das sogar über Generationen hinweg. | Bild: detailblick-foto – Fotolia

Der westliche Lebensstil mit ballaststoffarmer Ernährung reduziert die Vielfalt und Menge der im Darm vorhandenen Bakterien, Pilze und Viren, und zwar nachhaltig über Generationen hinweg. Dies ergab eine im Januar in der namhaften Wissenschaftszeitschrift „Nature“ veröffentlichte amerikanische Studie. Selbst bei Wiederaufnahme einer ballaststoffreichen Ernährung können die Verluste für die Darmflora nicht wieder vollständig wettgemacht werden.

Den menschlichen Darm besiedeln Billionen von Mikroorganismen, zusammen bilden sie die Darmflora. Sie ist ein natürliches Ökosystem, das für eine gute Verdauung sorgt, wichtige Aufgaben im Stoffwechselgeschehen übernimmt und ein starkes Immunsystem garantiert. Wie die Forschung, die sich erst seit der Jahrtausendwende mit dem Thema beschäftigt, herausfand, hängt sogar das seelische Wohlbefinden von einer intakten Darmflora ab. Wie sehr der westliche Lebensstil die Besiedlung unseres Darms bereits verändert hat, zeigt ein Vergleich zwischen der Darmflora eines typischen Nordamerikaners und des Indianerstamms der Yanomami, der bis 2009 von der Zivilisation unberührt war. Den Darm der Yanomami besiedeln fast doppelt so viele verschiedene Mikroorganismen. Aus einer dänischen Studie (1) ist bekannt, dass bei Menschen, deren Darm artenreich besiedelt ist, die nützlichen Mikroorganismen wie Faecali-, Bifidobakterien und Lactobacillen dominieren, während bei einer weniger vielfältig ausgestatteten Darmflora vor allem „schlechte“ Bakterien wie Bacteroides, Parabacteroides und Ruminococcus die Oberhand haben.

Gestörte Darmflora vererbbar

Dass eine durch den westlichen Lebensstil gestörte Darmflora vererbt wird, wurde erstmals in der Studie von Erica D. Sonnenburg und Samuel A. Smits von der Stanford University School of Medicine nachgewiesen. In der in der Januarausgabe der Zeitschrift Nature veröffentlichten Studie an Mäusen, nahm Vielfalt und Menge der Mikroorganismen von Generation zu Generation ab. Selbst bei Wiederaufnahme einer ballaststoffreichen Ernährung konnte die Artenvielfalt in der Darmflora nicht ganz wieder hergestellt werden. Die Resultate sind laut den Wissenschaftlern durchaus auf den Menschen übertragbar.

Auswirkungen einer gestörten Darmflora

Welche Auswirkungen eine Störung im Gleichgewicht der Darmflora hat, erleben wir, wenn wir wegen einer Erkrankung Antibiotika eingenommen haben. Antibiotika vernichten nämlich nicht nur die Krankheits-verursachenden Bakterien, sondern auch die nützlichen in Mundhöhle und Darm, wodurch die Immunabwehr geschwächt wird. Immerhin laufen 70 bis 80 Prozent der Immunabwehrreaktionen im Darm ab. Daher steigt die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten oder für Pilze im Darm. Am ehesten merken wir die Auswirkungen einer verarmten Darmflora an Verdauungsstörungen wie Blähbauch, Völlegefühl, Aufstoßen, Verstopfung oder Durchfall. Solche Beschwerden können gut und verträglich mit Digesto Hevert Verdauungstropfen gelindert werden. Das homöopathische Komplexmittel mit seinen vier Inhaltsstoffen regelt das Zusammenspiel von Magen, Darm, Leber und Galle und stärkt die Verdauungsfunktion der Bauchspeicheldrüse. Die Neigung zu Blähungen wird reduziert. Durch Aktivierung des Stoffwechsels wird die Nahrung besser verwertet und die Verdauung angeregt. Dabei unterstützt Eichhornia (Wasserhyazinthe) insbesondere die Funktion der Bauchspeicheldrüse. Okoubaka (westafrikanischer Urwaldbaum) verbessert die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln und hilft bei Brechdurchfall. Quassia amara (Bitterholzbaum) ist ein sehr bewährtes Mittel bei Störungen im Leber-Galle-Trakt. Taraxacum (Löwenzahn) regt die Galleproduktion an und aktiviert den Ausscheidungsstoffwechsel von Leber und Niere.

Die Darmflora unterstützen

Beim Aufbau einer artenreichen Darmflora helfen eine gesunde Ernährung, körperliche Aktivität und die Einnahme von Pro- oder Präbiotika. Dabei ist es die Aufgabe von Probiotika, dank ihrer Zubereitungen aus lebenden Mikroorganismen wie etwa Milchsäurebakterien und Hefen, die Darmgesundheit zu fördern, während Präbiotika das Wachstum von nützlichen Darmbakterien anregen sollen. Präbiotika sind reichlich in Lauch, Chicoree, Artischocken, Zwiebeln, Topinambur, Pastinaken, Schwarzwurzeln oder auch in Löwenzahnwurzeln vorhanden. Weiterhin unterstützen Bananen, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte die Darmgesundheit, weil sie wichtige Ballaststoffe liefern. Probiotika gibt es in verschiedenen Darreichungsformen: als Nahrungsergänzungsmittel oder angereichert in Lebensmitteln wie etwa probiotischem Joghurt.

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