Westlicher Lebensstil kann gesunden Aufbau der Darmflora stören

Laut zwei neuen Studien kann der westliche Lebensstil den Aufbau der Darmflora stören. Dagegen gibt es Hilfsmittel wie basische Kost.

Laut zwei neuen Studien kann der westliche Lebensstil den Aufbau der Darmflora stören. Dagegen gibt es Hilfsmittel wie basische Kost. | Bild: gstockstudio – Fotolia

Zwei neue Studien stärken den länger bestehenden Verdacht: Der westliche Lebensstil trägt zu einer Verarmung der Darmflora bei und ist möglicherweise ein Grund, warum Zivilisationskrankheiten wie chronische Darmentzündungen, Diabetes, Übergewicht oder Asthma entstehen. Dazu kann eine gestörte Darmflora Symptome wie Blähungen und Durchfall verursachen. Aber es gibt auch Strategien und Hilfsmittel dagegen, beispielsweise basische Kost.

Die Darmflora, das natürliche Ökosystem mit Billionen von Mikroorganismen in unserem Darm, übernimmt wichtige Aufgaben innerhalb des Immunsystems. Ist die Darmflora gestört, das Gleichgewicht nicht mehr vorhanden, kann das unsere Gesundheit beeinträchtigen: Wir werden anfällig für Infektionskrankheiten und/oder bekommen Magen-Darm-Probleme. Auf lange Sicht können chronische Krankheiten entstehen. Zwei neue Studien bestätigen, dass der Lebensstil die Beschaffenheit der Darmflora beeinflusst.

Gravierende Unterschiede bei Aufbau der Darmflora

Wie die Forschergruppe um Gloria Dominguez-Bello von der New York University School of Medicine herausfand, beherbergt die Darmflora der Yanomami, eines erst entdeckten und von der Zivilisation bis 2009 unberührten Indianerstamms in Venezuela, nahezu doppelt so viele verschiedene Bakterienarten und damit verbundene genetische Funktionen wie die Darmflora eines typischen Nordamerikaners. Selbst die ländliche Bevölkerung in Venezuela oder Mali (Afrika) weist keine solche Vielfalt auf. In der zweiten Studie untersuchten Wissenschaftler der Federation University Australia und der University of Alberta, Kanada, die Darmflora von Mitgliedern der Asaro und Sausi, zwei im Innern von Papua-Neuguinea lebenden Stämmen, die ohne zentrale Strom- und Wasserversorgung Landwirtschaft betreiben. Ihren Darm besiedelten 47 Mikroben, die bei keinem der 22 amerikanischen Studenten, die aus verschiedenen Ländern kamen, zu finden waren. Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Der westliche Lebensstil und vor allem die Hygiene- und Trinkwasseraufbereitungs-Maßnahmen stören den Aufbau einer gesunden Darmflora.

Gestörte Darmflora – Symptome und Hilfsmittel

Um die Darmflora in Balance zu halten, können wir auf eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, Zurückhaltung bei Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin und bei anhaltendem Stress auf geeignete stressabbauende Maßnahmen achten. Am schnellsten merken wir an Magen-Darm-Problemen, dass sich die Zusammensetzung der Darmflora verändert hat. Symptome wie Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsstörungen können ebenso auftreten wie Durchfall. Gegen diese Beschwerden gibt es schonende und schnelle Hilfe. So stärkt beispielsweise Digesto Hevert die Funktion der Verdauungsorgane, reguliert deren Zusammenspiel und reduziert Blähungen, Völlegefühl und Verstopfung. Bei Durchfall ist medizinische Kohle (z.B. Kohle Hevert Kapseln) das Mittel der Wahl, denn sie bindet Giftstoffe, die durch Bakterien verursacht werden, sowie schädliche Bakterien und normalisiert die Stuhlausscheidung.

Basische Kost und andere Strategien

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Neben diesen Sofortmaßnahmen gibt es bewährte Strategien, die einen gesunden Aufbau der Darmflora unterstützen. Dazu gehören Probiotika, die entweder Lebensmitteln zugesetzt oder als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich sind und bei Bedarf auch eine basische Ernährung, die säurebildende Lebensmittel vermeidet. Unter http://www.saeure-basen-forum.de/pdf/IPEV-Nahrungsmitteltabelle.pdf finden Sie eine Aufstellung über basische und säurebildende Lebensmittel.
Halten die Beschwerden an oder treten erneut auf, sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

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