Was machen bei Panikattacken? Ursachen ergründen, Symptome behandeln

Erhöhter Stress, Hektik, sogar Panikattacken sind möglich, wenn einem alles zu viel wird.

Angststörungen, Angstzustände und Panikattacken sind in Europa weit verbreitet. Über 15 Prozent der Bevölkerung erleiden pro Jahr eine Angststörung. | Bild: terovesalainen – Fotolia

Jeder Mensch durchlebt Situationen großer Angst. Wenn diese losgelöst von realen Gefahren wiederholt auftreten, sprechen Psychologen von einer Panikstörung. Zu Symptomen der Panikattacken zählen erhöhter Pulsschlag, Schweißausbruch, Schwindel und Atemnot. Selbst Prominente wie Dustin Hoffman, Woopie Goldberg, Sigmund Freud und Immanuel Kant sind oder waren davon betroffen. Panikattacken gehören zu den weit verbreiteten Angststörungen.

Das lesen Sie in diesem Artikel:

Angststörungen, Angstzustände und Panikattacken
Panikattacken – wie geht man damit um?
Symptome einer Panikattacke
Panikattacke – Angst vor der Angst verstärkt die Symptome
Ursachen einer Panikstörung
Perfektionisten besonders gefährdet
Besondere Ursachen für Panikattacken: Drogen und Alkohol
Behandlung von Panikstörungen
Panikattacken selbst behandeln – drei Selbsthilfetipps
Tipp für den akuten Panikanfall

Angststörungen, Angstzustände und Panikattacken

Die modernen Lebensumstände werden von einem Phänomen begleitet. Immer mehr Menschen leiden unter Angststörungen oder Angstzuständen. Die Anzahl wird in Europa auf etwa 60 Millionen Menschen geschätzt, in Deutschland sind es nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) rund zwölf Millionen Betroffene. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts erleiden über 15 Prozent der Bevölkerung pro Jahr eine Angststörung. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Auch in jungen Jahren ist die Häufigkeit von Angststörungen stark ausgeprägt. Zu den Angststörungen oder Angstzuständen zählen unter anderen Panikstörungen, Panikattacken, soziale Phobien, Angstattacken und Agoraphobie. Panikattacken sind darunter weit verbreitet.

Experten gehen davon aus, dass in Deutschland jeder Fünfte im Laufe seines Lebens mindestens einmal eine Panikattacke erleidet. Bei vier Prozent entwickelt sich sogar eine chronische Panikstörung, bei der insbesondere die Angst vor einer Panikattacke den Bewegungsspielraum stark einschränkt. Die Ursachen für Panikattacken können genetisch bedingt sein, häufig sind aber auch unbewältigte Konfliktsituationen, Stress, die Trennung vom Partner oder der Verlust einer wichtigen Bezugsperson der Grund. Zur Chronifizierung muss es dabei nicht zwangsläufig kommen, denn eine frühzeitige Therapie und auch Selbsthilfemaßnahmen können wirksame Abhilfe verschaffen. Mit naturheilkundlichen Arzneimitteln lassen sich zwar keine Panikattacken oder psychischen Erkrankungen wie Phobien (Angststörungen) behandeln. Sie können allerdings bei der Bewältigung von Unruhezuständen, die den Panikattacken schon früh vorausgehen können, sanft unterstützen. Zu diesen Mitteln zählen zum Beispiel Calmvalera Tropfen oder Tabletten. Das Komplexmittel aus neun aufeinander abgestimmten Wirkstoffen hilft bei Anspannung und innerer Unruhe, Nervosität und Schlafstörungen.

Panikattacken – wie geht man damit um?

Bei jedem Menschen verlaufen Panikattacken anders: Den einen überkommen wie „aus heiterem Himmel“ abends auf dem Sofa starke Panikgefühle, der andere erleidet die Panikattacke an der Supermarktkasse oder in der Bahn. Auch der Umgang mit der plötzlichen Angst ist unterschiedlich. Die einen gehen die Symptome rational an: Sie lassen sich beim Hausarzt auf körperliche Ursachen untersuchen und können rasch mit einer Panikattacke abschließen. Anderen gräbt sich das angsteinflößende Ereignis ins Gehirn ein. Sie grübeln über die Ursachen nach, thematisieren das Erlebte immer wieder aufs Neue und entwickeln zum Beispiel die Vorstellung, an einer schweren körperlichen Krankheit zu leiden.

Symptome einer Panikattacke

Bei einer Panikattacke kann es zu typischen Symptomen kommen, die durch eine vermehrte Ausschüttung von Adrenalin hervorgerufen werden. Diese sind in einer Flucht- oder Kampfsituation lebensnotwendig, um in Sekundenbruchteilen den Körper auf die Gefahrensituation einzustellen. Im Falle einer Panikattacke sind sie hingegen sehr unangenehm und besonders bei körperlicher Ruhe präsent:

  • Herzrasen, Herzklopfen, auch mit Druck oder Engegefühl in der Brust
  • Atemnot und Erstickungsgefühle
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel und Benommenheit
  • Angst vor Herzinfarkten, Hirntumoren und anderen Erkrankungen
  • Hitzewallungen oder Kälteschauer
  • Taubheit oder Kribbelgefühle in Armen und Beinen
  • Erhöhter Blutdruck
  • Zittern und verschwommenes Sehen
  • Kloß im Hals
  • Durchfall und Harndrang

Panikattacke – Angst vor der Angst verstärkt die Symptome

Da die Betroffenen von unerklärlichen, heftigen Symptomen buchstäblich aus dem Nichts überkommen werden, reagiert der Verstand mit entsprechend radikalen Selbsterklärungsversuchen. Angst vor Kontrollverlust oder gar Todesangst, die Angst davor, verrückt zu werden oder Erstickungsangst gehören zu den häufig berichteten Symptomen. Die Gedanken kreisen selbst dann um diese Symptome, wenn sie nicht auftreten. Diese Erwartungsangst (Angst vor der Angst) verstärkt die Symptomatik in einer Art Spirale.

Da die Betroffenen unerwartet eine weitere Panikattacke erleiden können, vermeiden sie meist jegliche Situation, in der sie den Folgen schutzlos ausgeliefert wären. Daher gehen sie zum Beispiel nur in Begleitung aus dem Haus, meiden öffentliche Veranstaltungen oder Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Erwartungsangst führt oft zu einer Abhängigkeit von Partnern, Freunden oder Angehörigen. Sie schränkt den eigenen Handlungsspielraum deutlich ein und mündet manchmal in den Rückzug in die eigenen vier Wände.

Ursachen einer Panikstörung

Zur erfolgreichen Bewältigung wiederkehrender Panikattacken sollte man sich auf die Suche nach den Ursachen begeben. Das können zum Beispiel unbewältigte Konfliktsituationen sein. Aber auch erhöhter Stress in Zusammenhang mit fehlenden Bewältigungsstrategien ist ein häufiger Faktor. Wer durch eine Trennung vom Partner, den Todesfall eines Freundes oder Familienangehörigen oder aus finanziellen Sorgen aus der Bahn geworfen wird, hat weniger Ressourcen zur Verfügung, in sich selbst zu ruhen: Schwierige Lebenssituationen überfordern das vegetative Nervensystem und führen zu einer erhöhten Ausschüttung von Adrenalin über einen längeren Zeitraum. Dieser permanente Alarmzustand kann zu einer Hypersensibilisierung des Nervensystems führen. Es nimmt nun äußere Reize deutlich intensiver auf und gewöhnt sich langsamer an neue Stimuli.

Perfektionisten besonders gefährdet

Weitere Ursachen sind in einer perfektionistischen Persönlichkeitsstruktur zu suchen. Der hohe Anspruch an eigene Leistungen kann Versagensängste und Selbstvertrauensverluste schüren. Über ein geschwächtes Selbstvertrauen klagen auch Menschen, die in ihrer Kindheit emotional vernachlässigt wurden. Ihnen fehlt die Erfahrung, sich in Gefahrensituationen auf eine Bezugsperson blind verlassen zu können. Das andere Extrem, das Überbehütetsein, kommt ebenfalls als Risikofaktor infrage: denn wer schon bei kleinen Problemen übermäßig als Kind geschont wurde, traut sich in schwierigen Situationen erst recht keine Problemlösungskompetenz zu.

Besondere Ursachen für Panikattacken: Drogen und Alkohol

Darüber hinaus können psychoaktive Substanzen Panikattacken auslösen. Bekannt dafür sind zum Beispiel Drogen wie Cannabis, Kokain oder ein übermäßiger Alkoholkonsum. Aber auch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie Schilddrüsenpräparate, Antidepressiva, Erkältungsmittel und Beruhigungsmittel könnte mit den Panikattacken in Verbindung stehen.

Ebenso können bestimmte Krankheitsbilder die Wahrscheinlichkeit einer Panikattacke erhöhen. Krankheitsereignisse wie etwa Herzinfarkte, Lebererkrankungen, ein Mangel an Vitamin B1, Schilddrüsenfehlfunktionen, Virusinfekte und ein niedriger Blutzuckerspiegel können zu Symptomen führen, die der Betroffene mit dem Gefühl einer beginnenden Panikattacke gleichsetzt.

Behandlung von Panikstörungen

Panikstörungen gelten als gut behandelbar, besonders wenn sie frühzeitig therapiert werden. Das Problem: meistens dauert es Jahre, bis sich die Betroffenen fremde Hilfe holen, sei es aus Scham oder aus Verdrängung der Natur des Problems. Bei der Behandlung geht es meist um die Überwindung der Erwartungsangst: Es wird gezielt geübt, sich den Panikattacken zu stellen, statt sie zu vermeiden. Dabei machen Betroffene in der Regel die Erfahrung, dass eine Panikattacke zwar unangenehm, aber nicht gefährlich oder gar lebensbedrohlich ist. Der bekannte Autor und Zen-Meister Thich Nhat Hanh sagte dazu einmal, dass die Auseinandersetzung mit der Angst die beste Möglichkeit sei, die Angst zu sich einzuladen und ihr achtsam zuzulächeln. Denn dann lasse ihre Stärke erst nach.

Eine weniger effektive Alternative ist die gezielte Ablenkung. Sie reduziert zwar die Symptome, hilft jedoch nicht dabei, eine Panikstörung zu überwinden. Am besten funktionieren Ablenkungen wie Entspannungstechniken (Progressive Muskelentspannung) oder körperliche Betätigung (Sport, Treppensteigen, Haushalt, Wohnung aufräumen).

Unterstützend eignen sich auch stressreduzierende Maßnahmen. Hierbei können naturheilkundliche Arzneimittel unterstützend helfen. Panikstörungen stehen oft in Zusammenhang mit innerer Unruhe, Anspannung, Nervosität oder Schlafstörungen. Eine effektive Hilfe gegen diese Begleiterscheinungen können zum Beispiel Calmvalera Tropfen oder Tabletten sein. Das natürliche Arzneimittel kann mit der Kraft der Natur für Entspannung und Ausgeglichenheit sorgen. Innere Ruhe und Leistungsfähigkeit stellen sich wieder ein, nervös bedingte Schlafstörungen werden überwunden. Der Körper kann seine natürliche Kraft und Energie wiedererlangen.

Panikattacken selbst behandeln – drei Selbsthilfetipps

Was machen bei Panikattacken? Mehr aus- als einatmen und an einen geliebten Menschen denken hilft, sich abzulenken.

Allein die Erwartungsangst vor der Panikattacke kann einen Menschen extrem stark einschränken. Helfen können rationales Angehen und verschiedene Techniken wie zum Beispiel Meditation. | Bild: EastWest Imaging – Fotolia

  1. Konfrontieren Sie sich mit ihrer Angst. Wenn das anfangs noch zu überwältigend ist, hilft ein stufenweiser Übergang von der Ablenkung zur Konfrontation. Experten nennen das systematische Desensibilisierung.
  2. Hinterfragen Sie Ihre Ängste und Sorgen. Was genau befürchten Sie? Wie realistisch ist es, dass die Befürchtung wirklich eintritt? Was könnte noch passieren? Testen Sie Ihre Überlegungen schrittweise in der Wirklichkeit aus. Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, dass die Befürchtungen ohne Konsequenzen bleiben, kann sich bei der nächsten Panikattacke selbst beruhigen, dass sie in kurzer Zeit vorbeigeht.
  3. Verschiedene Techniken wie Meditation, Achtsamkeitsübungen oder die Anwendung der Feldenkrais-Methode können helfen, Gelassenheit zu üben. Dadurch fällt es leichter, Symptome wertfrei zu beobachten und ihnen den Schrecken zu nehmen.

Tipp für den akuten Panikanfall

Atmen Sie länger aus als Sie einatmen: Zählen Sie langsam bis sechs beim Ausatmen, beim Einatmen nur bis vier. Das reguliert die Sauerstoffversorgung und beruhigt das zentrale Nervensystem sehr zuverlässig und schnell. Ballen Sie dabei die Fäuste und lösen Sie sie im Wechsel. Denken Sie an einen geliebten Menschen, damit die Gedanken nicht weiter um die Symptome kreisen.

Panikattacken sind auch für Sie eine Belastung? Hilfreiche Informationen finden Sie in unserem >Dossier Angst und innere Unruhe

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