Vitamin D: Ausreichend versorgt im Winter

Ausreichend versorgt im Winter
In der dunklen Jahreszeit funktioniert die Vitamin-Synthese über die Haut nicht. | Bild: Seventyfour

In der dunklen Jahreszeit kann unser Körper nicht ausreichend Vitamin D herstellen. Auch genügt die Vorratsspeicherung aus den Sommermonaten meist nicht, um einen Vitamin D-Mangel im Winter zu verhindern. Hinzu kommt, dass wir über die Nahrung nur wenig Vitamin D aufnehmen. Um einem Mangel vorzubeugen, raten viele Experten zur Einnahme von Vitamin D-Präparaten.

Vitamin D wird unter Sonneneinstrahlung vom Körper selbst gebildet. Dafür sind UV-B-Strahlen der Wellenlänge 290 bis 315 nm nötig, die ganzjährig nur in Gebieten unterhalb des 35. Breitengrades vorhanden sind. Je weiter nördlich wir uns befinden, umso kürzer und weniger intensiv ist die UV-B-Strahlung. Da Deutschland zwischen dem 47. und 55. Breitengrad liegt, ist eine körpereigene Vitamin D-Bildung nur von März bis Oktober möglich. In der dunklen Jahreszeit funktioniert die Vitamin-Synthese über die Haut nicht. Aus Studien ist bekannt, dass die Vitamin D-Spiegel im Blut in den Wintermonaten durchschnittlich um 30 bis 40 Prozent sinken.

Störfaktoren für die körpereigene Vitamin D-Bildung

Zahlreiche äußere und individuelle Faktoren können die Bildung von Vitamin D im Körper stören. So kann bei starker Bewölkung, Smog und Ozon-Belastung die UV-B-Strahlung um bis zu 90 Prozent verringert sein. Außerdem nimmt die Fähigkeit, Vitamin D selbst zu bilden, mit zunehmendem Alter ab. Ebenso können ein dunkler Hauttyp, Übergewicht und der moderne Lebensstil mit immer weniger Aufenthalt im Freien die Versorgung mit Vitamin D beeinträchtigen. Ursache für eine mangelhafte Versorgung können auch chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber und der Nieren sein oder die Einnahme bestimmter Medikamente, z. B. gegen Epilepsie und Krebs. Selbst mit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung ist keine ausreichende Vitamin D-Versorgung gewährleistet, denn die besonders Vitamin D-haltigen Lebensmittel wie fetter Seefisch und Innereien stehen nur selten auf deutschen Speiseplänen. So herrscht oftmals bereits im Sommer eine Mangelsituation, die sich in der dunklen Jahreszeit noch verschärft.

Vitamin D-Mangel im Winter

Ein Vitamin D-Mangel im Winter ist laut einer Studie der American Society for Nutrition aus dem Jahr 2016 bei der Hälfte der deutschen Bevölkerung vorhanden. Laut Erhebungen des Robert Koch Instituts und Ergebnissen der KIGGS-Studie mangelt es 45,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen und 56 Prozent der Erwachsenen in Deutschland an Vitamin D. Wie eine optimale Versorgung mit Vitamin D aussieht, ist nicht einheitlich beschrieben. Von einer ausreichenden Versorgung spricht das Institute of Medicine der USA (IOM) bei Vitamin D-Werten im Blut ab 50 nmol/l (20 ng/ml). Wer unter diesen Werten liegt, gilt als unterversorgt. Vitamin D-Experten halten Vitamin D-Spiegel zwischen 100 und 150 nmol/l (40 bis 60 ng/ml) für optimal. In der Muttermilch ist ebenfalls ab Werten von 100 nmol/l genügend Vitamin D enthalten, um das Kind ausreichend zu versorgen.

Ein Vitamin D-Mangel hat nicht nur Auswirkungen auf die Knochengesundheit, auch das Immunsystem, die Muskulatur und viele Organfunktionen können beeinträchtigt werden. So stellte der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner fest, dass nach den Wintermonaten auffallend viele Patienten mit unklaren Knochen- oder Muskelschmerzen in den Praxen anzutreffen sind. Bei der Ursachensuche stießen sie häufig auf einen ausgeprägten Vitamin D-Mangel.

Was auf einen Vitamin D-Mangel hinweist

Da Vitamin D so viele verschiedene Aufgaben in unserem Körper erfüllt, zeigt sich ein Mangel in so unterschiedlichen Symptomen wie Muskel- und Gliederschmerzen, Muskelschwäche oder einer gesteigerten Infektanfälligkeit. Aber auch Haarausfall, Muskelkrämpfe und Migräne können bei einer Unterversorgung auftreten. Da die Anzeichen sehr unspezifisch sind, empfiehlt es sich, beim Therapeuten den Vitamin D-Spiegel bestimmen zu lassen und andere Ursachen für die Symptome auszuschließen. Risikogruppen für Mangelerscheinungen sind

  • Menschen über 65 Jahre,
  • wer sich berufsbedingt überwiegend drinnen aufhält,
  • wer aus kulturellen oder religiösen Gründen verschleiert ist
  • Frauen, die zum Hautschutz Kosmetik mit Lichtschutzfaktor benutzen,
  • wer ausschließlich mit Lichtschutzfaktor in die Sonne geht.

Vitamin D richtig einnehmen

Auch bei den Empfehlungen, wie hoch Vitamin D dosiert werden sollte, gehen die Meinungen auseinander. Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) den Schätzwert für eine angemessene Vitamin D-Zufuhr auf 800 IE pro Tag für Erwachsene festsetzt, empfiehlt die US-amerikanische Fachgesellschaft für Endokrinologie 1500 bis 2000 IE pro Tag. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geht von einer gesundheitlich unbedenklichen Höchstmenge von 4.000 IE Vitamin D täglich aus. Wie hoch die individuell richtige Dosierung ist, weiß Ihr Therapeut.

Vom Vitaminspezialisten Hevert gibt es Vitamin D in verschiedenen Dosierungen. Als Nahrungsergänzungsmittel Vitamin D3 Hevert 1000 IE Gummidrops, Vitamin D3 Hevert 2000 IE und Vitamin D3 Hevert 4000 IE und als zugelassenes Arzneimittel, Vitamin D3 Hevert, in der Dosierung von 1000 IE pro Tablette. Neben der Dosierung spielt auch die Häufigkeit der Vitamin D-Einnahme eine entscheidende Rolle. Um einen möglichst gleichmäßigen Vitamin D-Status zu erzielen, sollte Vitamin D besser täglich als einmal in der Woche oder im Monat eingenommen werden.