Eustress ist positiver Stress: Gut für das Wohlbefinden

Positiver Stress – gut oder schlecht? Bei positivem Stress steht die Überzeugung im Vordergrund, eine Herausforderung meistern zu können. Das Erfolgserlebnis setzt dann umso mehr Glückshormone frei. Diese Euphorie fördert das Wohlbefinden.

Herausforderungen im Job können positiven Stress (Eustress) oder negativen Stress (Distress) erzeugen. Positiver Stress kann positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. | Bild: terovesalainen – Fotolia

Stress ist nicht gleich Stress. Es gibt positiven Stress, der gut für die Gesundheit ist, und negativen, gesundheitsschädlichen Stress. Die Wissenschaft unterscheidet zwischen Eustress, dem positiven oder guten Stress, und negativem Distress. Ob Stress gut oder schlecht für uns ist, hängt nicht nur von den auslösenden Stressfaktoren ab, sondern auch von unserer Einstellung gegenüber Stress.

Das lesen Sie in diesem Artikel 

Was Eustress ist
Wie Distress definiert wird
Was im Körper bei Stress passiert
Unterschiedliche Stresswahrnehmung
Gelassenheit hilft in Stresssituationen

Im Begriff Eustress verbirgt sich die griechische Vorsilbe „eu“, die „gut“ bedeutet. Sie ist beispielsweise auch in dem Begriff Euphorie enthalten, der Hochstimmung bezeichnet.

Was Eustress ist

Eustress wird definiert als kurzfristige Herausforderung, bei der man sicher ist, sie bewältigen zu können, und die deshalb nicht belastet. Dieser positive Stress steigert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und Konzentration. Nach erbrachter Leistung tritt eine Phase der Entspannung ein, man fühlt sich wohl, ist stolz, glücklich und vielleicht sogar euphorisch. Bei Sportlern kann man den Verlauf von Eustress oft beobachten, ganz besonders beim Skifliegen: Vor dem Flug ist der Athlet voller Adrenalin, nach einem gelungenen Flug gewinnen Glückshormone wie Serotonin die Oberhand und Euphorie stellt sich ein.

Wie Distress definiert wird

Distress entsteht bei einer langanhaltenden oder immer wiederkehrenden Überlastung oder bei einer starken emotionalen Belastung wie Verlust eines Angehörigen, Trennung, traumatischen oder Existenz-bedrohenden Ereignissen. Diese Form von negativem Stress geht einher mit dem Gefühl der Handlungsunfähigkeit und Hilflosigkeit. Die Anspannung wird zum Dauerzustand und nicht mehr von Phasen der Entspannung unterbrochen. Betroffene fühlen Ärger, Wut, Verzweiflung, Angst oder totale Erschöpfung.

Was im Körper bei Stress passiert

Auf eine Herausforderung folgt eine Stressreaktion, gleichgültig ob es positiver oder negativer Stress ist. Die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Glukokortikoide werden ausgeschüttet. Sie erlauben eine schnelle und der Herausforderung angemessene Handlungsweise: Der Blutdruck steigt, die Atmung wird schneller, Energie wird mobilisiert, das Immunsystem aktiviert, die Verdauung gehemmt und der Fortpflanzungstrieb unterdrückt. Diese körperliche Reaktion ermöglicht es uns, vor einer Gefahr zu fliehen oder kampfbereit zu sein. Dadurch konnten unsere Vorfahren überleben. Da aber in der heutigen Zeit die Herausforderungen anders geartet sind, gehören Flucht oder Kampf nicht zu den angemessenen Antworten. Trotzdem hilft die Stressreaktion auch die heutigen Herausforderungen zu bewältigen. Der bei Stress erhöhte Blutdruck geht bei einer kurzfristigen Belastung mit einer Leistungssteigerung einher und ein schneller Atem versorgt gleichzeitig das Gehirn mit mehr Sauerstoff. So sind wir der Herausforderung gewachsen.

Das ist der Fall bei Eustress. Sobald die Aufgabe bewältigt ist, entspannt der Körper und schaltet auf seine normale Funktion zurück.

Bei Distress hingegen hält die Anspannung an, der Körper läuft dauerhaft auf Hochtouren mit negativen Folgen für unsere Gesundheit. Negativer Stress kann sich auf alle Organe auswirken. Mögliche Konsequenzen können Herz-Kreislauferkrankungen, Magen-Darm-Krankheiten, Hörsturz, Tinnitus, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Allergien und Asthma sein. Aber auch Schlafstörungen und eine erhöhte Unfallgefahr können negativem Stress geschuldet sein. Auf psychischer Ebene kann Distress zu Gereiztheit, Nervosität, Angst, Depression, Suchtkrankheit bis hin zu Burnout führen. Unter chronischem Stress nehmen auch die Konzentrations- und Lernfähigkeit ab und die Gedächtnisleistung ist verringert.

Unterschiedliche Stresswahrnehmung

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Belastungen. Was für den einen Ansporn ist, sich der Herausforderung zu stellen, stürzt einen anderen schon in Panik. Nicht nur die Dauer oder die Schwere von Stress entscheiden darüber, ob Stress gesundheitsschädlich ist oder nicht. Es ist auch die individuelle Wahrnehmung und Bewertung der Situation. Dabei spielen früher gemachte Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, die sich in den Nervenzell-Netzwerken des Gehirns eingeprägt haben, eine maßgebliche Rolle. Wen die neue Herausforderung an ein früheres Scheitern erinnert, wird der Herausforderung mit einer negativen Einstellung begegnen. Für diese Menschen ist der Stress negativ. Wer sich jedoch daran erinnert, eine solche Situation schon einmal gemeistert zu haben, wird sich mit Elan an die Lösung machen. Hierbei handelt es sich um positiven Stress.

Gelassenheit hilft in Stresssituationen

Zwar lassen sich negative Vorerfahrungen bei Stress nicht wegdenken, aber sie können durch neue, positive Erfahrungen überlagert werden. Denn jede Herausforderung bietet auch die Chance, sich neu damit auseinander zu setzen. Das beste Beispiel geben Leistungssportler. Sie lassen sich von einer Niederlage nicht unterkriegen, sondern versuchen es beim nächsten Wettkampf erneut – und das immer wieder. Champions müssen oft viele Niederlagen einstecken, bevor sie ihr Ziel erreichen.

Um mit mehr innerer Ruhe und Gelassenheit Herausforderungen zu begegnen, gibt es viele Hilfsmittel. Entspannungstechniken, Yoga oder Meditation tragen zu mehr Gelassenheit bei. Auch die Naturheilkunde kann dazu beitragen, ruhiger und gelassener zu werden. Naturheilkundliche Komplexmittel wie Calmvalera Tabletten und Calmvalera Tropfen sind  wirksame und gut verträgliche Helfer.  Diese Mittel können bei Unruhe, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen helfen.

Weitere Strategien für mehr innere Ruhe:

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