Einsamkeit und Depression: Macht Stadtleben krank?

In der anonymen Großstadt leben machen viele Menschen ihr eigenes Ding und leben isoliert vom Rest der Gemeinschaft. Diese Einsamkeit macht krank.

Gemeinsam einsam: Städter leiden häufiger unter Depressionen und den psychischen Folgen von Einsamkeit als Landbewohner. | Bild: Photographee.eu

Städter leiden 30 bis 40 Prozent häufiger an Depressionen als Landbewohner. Verantwortlich sind die psychischen Folgen der Einsamkeit, die krank macht. Denn auch in einer Gemeinschaft kann man einsam sein, wenn man sich nicht dazugehörig fühlt. Mediziner sehen die Städteplanung in der Pflicht, der sozialen Isolation durch eine attraktivere Gestaltung des öffentlichen Raums entgegenzuwirken.

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Städte werden in absehbarer Zukunft die Menschen immer mehr anziehen. Während heutzutage schon jeder zweite Mensch weltweit in einer Stadt wohnt, werden bis zum Jahr 2050 sogar 70 Prozent der Menschen in Städten leben. Doch das Leben auf engstem Raum inmitten größtenteils fremder Menschen birgt ein erhöhtes Risiko der sozialen Isolation. Das hat der Berliner Psychiater und Neurourbanist Mazda Adli untersucht und in seinem Buch „Stress and the City“ ausführlich dargelegt.

Unter Einsamkeit versteht man das Gefühl, nicht zu einer sozialen Gruppe zu gehören, selbst wenn man von anderen Menschen umgeben ist. Interessanterweise steht die wahrgenommene Einsamkeit stark in Verbindung mit den Gepflogenheiten der Umgebung. Je mehr die Gesellschaft auf Gemeinschaft ausgerichtet ist, umso stärker reagieren Menschen auf die Einsamkeit. Das zeigen Untersuchungen von Menschen in Spanien und Schweden. Auch Migranten sind stärker von Einsamkeit betroffen. Sie steigt insbesondere bei der zweiten Generation, da sie zunehmend den Kontakt zur Herkunftskultur verliert oder hauptsächlich unter Menschen ohne Migrationshintergrund lebt. Dadurch steigt das Gefühl der sozialen Isolation weiter an.

Einsamkeit macht krank

MRT-Aufnahmen zeigen, dass bei Menschen mit Gefühlen der Einsamkeit dieselben Hirnareale aktiviert werden wie bei körperlichen Schmerzen. Psychologen interpretieren das Gefühl der Einsamkeit als Warnsignal der Psyche. Der Leidensdruck bringt uns als soziale Wesen dazu, uns schnell wieder zu reintegrieren. Erst die dauerhafte Einsamkeit hat psychische Folgen und wird zum gewichtigen Krankmacher – auch für körperliche Krankheiten. Dazu zählen Depression, Angstzustände und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Städteplanung gegen Einsamkeit

Auf dem Lande, wo jeder jeden kennt, gibt es starke Unterstützerstrukturen, die in der Stadt oftmals fehlen. Die moderne Städteplanung sollte diese Strukturen fördern, also mehr Orte schaffen, wo sich Menschen länger aufhalten und direkt begegnen können. Möglich wird das durch mehr attraktiven öffentlichen Raum, kleine Ladengeschäfte und Cafés, breite Bürgersteige und Brachflächen für temporäre Nutzung, die zum Verweilen einladen. So entsteht ein angenehmes Nebeneinander, bei dem Kontakte geknüpft werden können. Denn wer ein starkes soziales Netzwerk in seiner unmittelbaren Nachbarschaft aufbaut, kann sich besser vor Einsamkeit schützen. Gleichzeitig ist es wichtig, soziale und Bildungsangebote zu schaffen, um mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, ihrem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung nachzugehen und dabei auf Gleichgesinnte zu treffen.

Homöopathie zur Unterstützung bei depressiver Verstimmung

Wenn Einsamkeit oder eine depressive Stimmungslage chronisch werden und die Reintegration in soziale Strukturen aus eigener Kraft nicht mehr gelingt, kann ein Teufelskreis entstehen: Denn je einsamer sich jemand fühlt, umso verstörter ist er und umso entfremdeter fühlt er sich von anderen Menschen. Oft fehlt auch der innere Antrieb, sich selbst unter Menschen zu begeben oder Anschluss zu suchen, etwa in Vereinen. Beim Durchbrechen dieser Abwärtsspirale können homöopathische Mittel eine gute Unterstützung darstellen. Die Homöopathika Calmvalera Tabletten und Calmvalera Tropfen eignen sich bei Verstimmungszuständen, nervösen Schlafstörungen und Unruhe, indem sie für Entspannung und Ausgeglichenheit sorgen. Die Wiedererlangung innerer Ruhe kann eine erste wichtige Ressource zur Überwindung der Einsamkeit darstellen. Denn kehren mit nachlassender innerer Unruhe eine positivere Sichtweise und etwas Eigenmotivation zurück, kann die Kontaktaufnahme oder Suche nach zwischenmenschlichem Anschluss möglicherweise leichter fallen.

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