Schutz vor Erkältung: Kalte und nasse Füße machen krank

Kalte Füße allein machen nicht krank. Allerdings begünstigen kalte Füße eine Erkältung. Daher immer schön warm halten. Warme Füße helfen sogar, eine Erkältung schneller zu überstehen.

Schnupfen durch kalte Füße? In der Tat: Studien belegen den Zusammenhang zwischen nassen und kalten Füßen sowie Erkältungen. | Bild: Sunny studio – fotolia

Was jeder aus Erfahrung weiß, ist auch wissenschaftlich bestätigt: Kalte Füße und nasse Füße fördern Erkältungen. Wenn die Füße auskühlen, ziehen sich auch die Blutgefäße der Nase zusammen. Durch die eingeschränkte Durchblutung gelangen weniger Abwehrzellen in die Schleimhäute. Erkältungserreger haben dann leichtes Spiel. Zu den wichtigen Erkältungs-Tipps zählt daher, auf warme, trockene Füße zu achten.   

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Wenn es kalt wird, fangen wir an zu frieren, besonders an den Füßen. Diese Reaktion unseres Körpers ist zwar unangenehm, aber ganz normal und überlebenswichtig.

Kalte Füße durch Kälte

Sinkt die Umgebungstemperatur, schaltet der Organismus die Durchblutung auf Sparmodus. Die Blutgefäße in den äußeren Gliedmaßen verengen sich, wodurch dort die Durchblutung abnimmt. Der Körper verliert weniger Wärme und kann den Körperkern und damit lebenswichtige Organe weiterhin mit genügend wärmendem Blut versorgen. Unangenehmer Nebeneffekt: Die Extremitäten, also Hände und Füße, werden durch den Blutmangel kalt. Das beste Mittel gegen kalte Füße im Winter ist immer noch das richtige Schuhwerk. Dicke Gummisohlen schützen vor Kälte und Nässe von unten. Stiefel und Co. dürfen außerdem nicht zu eng sein, sonst ist die Durchblutung zusätzlich behindert. Und ohne isolierende Luftschicht zwischen Schuh und Fuß und ohne Bewegungsfreiheit frieren die Zehen noch schneller.

Kalte Füße durch Nässe

Nicht nur Kälte, auch Nässe kann Eisfüße verursachen. Sind die Füße feucht, kommt es zu Verdunstungskälte. Dabei gibt der Körper Wärme nach außen ab, die Blutgefäße verengen sich und die Füße werden schlechter durchblutet. Deshalb nasse Schuhe und Socken so schnell wie möglich ausziehen und die Füße immer gut abtrocknen. Da Socken aus Baumwolle Wasser aufsaugen und halten, sind Wollsocken im Winter die bessere Wahl. Wolle ist eins der wärmsten Materialien, nimmt Feuchtigkeit auf, leitet sie aber auch wieder ab. Auch wichtig: Durchnässte Schuhe vor dem nächsten Anziehen immer vollständig trockenen lassen. Sonst drohen beim nächsten Anziehen sofort wieder kalte Füße.

Schnupfen durch kalte Füße?

Kalte Füße sind nicht nur unangenehm, sondern können auch Erkältungen Vorschub leisten wie eine Untersuchung an Studenten zeigte. Ronald Eccles von der Cardiff University in Wales teilte dafür 180 gesunde Studenten in zwei Gruppen ein. Die eine Hälfte war barfuß 20 Minuten in einer Wasserschüssel mit einer Temperatur von zehn Grad Celsius. Die andere Hälfte stellte die Füße mit Schuhen in einen leeren Bottich. In den folgenden fünf Tagen entwickelten nur fünf Probanden der Kontrollgruppe, aber 13 der Kaltwasser-Gruppe eine Erkältung. Sie litten zudem unter stärkeren Symptomen.

Warum kalte Füße krank machen können

Auch wenn es das Wort „Erkältung“ suggeriert: Allein durch Kälte bzw. kalte Füße wird man nicht krank. Um krank zu werden, müssen Krankheitserreger wie Erkältungsviren im Spiel sein. Und die werden meist von anderen Menschen übertragen. Kälte aber kann Erkältungen begünstigen. Denn zwischen Füßen und der Nasen- und Rachenschleimhaut gibt es eine Reflexverbindung. Sind die Füße kalt, das heißt schlecht durchblutet, ziehen sich auch die Blutgefäße im Nasen-Rachenraum zusammen. Die Schleimhäute werden dort schlechter durchblutet und es gelangen weniger Abwehrzellen an die vorderste Front. Das schwächt die Immunabwehr und erleichtert es den Erkältungsviren, sich zu vermehren. Mit kalten Füßen fängt man sich also tatsächlich schneller eine Erkältung ein.

Ständige Eisfüße sind ein Fall für den Arzt

Wer trotz Wollsocken, warmen Winterschuhen und viel Bewegung unter kalten Füßen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Unter Umständen liegt dann eine Durchblutungsstörung vor. Aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion, Eisenmangel und damit Blutarmut oder ein niedriger Blutdruck können der Grund für ständig kalte Füße sein. Wer vermehrt unter kalten Füßen leidet, seit er ein bestimmtes Medikament einnimmt, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen. Denn kalte Füße treten manchmal auch als Nebenwirkungen bestimmter Arzneimittel auf.

Beginnende Erkältung mit warmen Füßen stoppen

Die Füße warm zu halten beugt Erkältungen nicht nur vor, es kann sie auch stoppen. Die Kneippsche Gesundheitslehre empfiehlt dazu ein ansteigendes Fußbad gleich zu Beginn der ersten Erkältungsanzeichen. Dafür die Füße in lauwarmes Wasser von ungefähr 33 Grad Celsius eintauchen und nach und nach wärmeres Wasser zulaufen lassen, bis die Temperatur gerade noch erträglich ist. Nach maximal 20 Minuten die Füße kalt abbrausen. Anschließend für mindestens 20 Minuten gut zugedeckt hinlegen. Das durchwärmt den gesamten Körper und regt die Immunabwehr an. Nicht geeignet ist diese Aufwärmmethode bei arteriellen Durchblutungsstörungen, Venenerkrankungen und Krampfadern sowie Herzbeschwerden.

Sollte die Erkältung dennoch ausbrechen: Schonender als chemische Medikamente gegen Erkältungen, die den Verlauf unter Umständen verlängern, da Entzündungshemmer in Erkältungsmitteln die Immunabwehr dämpfen können, helfen homöopathische Komplexmittel wie Contrainfect Hevert ErkältungstablettenMato Hevert Erkältungstropfen und Sinusitis Hevert SL (Tabletten).

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