Sinusitis: Richtig inhalieren bei Nasennebenhöhlenentzündung und Erkältung

Ideal ist die Inhalation direkt nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen

Kamillentee kann bei einer Erkältung Erleichterung bringen – er eignet sich sowohl zum Trinken als auch zum Inhalieren. | Bild: contrastwerkstatt – fotolia

Was tun bei einer Nasenebenhöhlenentzündung? Dass „Inhalieren“ bei Sinusitis, kratzendem Hals oder Husten hilft, weiß jeder. Wie es funktioniert und was dabei zu beachten ist, nur wenige. Häufigste Fehler sind eine zu hohe Wassertemperatur und falsch dosierte Zusätze. Beides schadet den Schleimhäuten mehr als es nutzt. Entwickelt sich eine Sinusitis, helfen homöopathische Mittel zur Schleimlösung.

Das lesen Sie in diesem Artikel:

Wie Inhalieren bei Erkältung hilft
Kochtopf oder Inhalator?
Bloß nicht zu heiß!
Wann, wie oft und wie lange inhalieren?
Zusätze: Was eignet sich zum Inhalieren?
Inhalation mit Salz wirkt besser mit Verneblern
Inhalieren mit Heilkräutern: Drei für alle Fälle
Thymian – mit breitem Wirkspektrum
Salbei – eine Wohltat für die Schleimhäute
Inhalieren mit Kamille – heilend und entzündungshemmend
Eine Kräutermischung zum Inhalieren
Bei Sinusitis auch Naturheilkunde nutzen

Im Schnitt kuriert der Körper eine einfache Erkältung innerhalb einer Woche. Solange brauchen die Immunzellen, um Antikörper zu bilden, die exakt auf den jeweiligen Erreger passen. Und so lange plagen uns auch die Erkältungssymptome wie Halsweh, Schnupfen oder Husten. Sie sind lästig, aber normale Zeichen einer funktionierenden körpereigenen Immunabwehr. Ein Medikament, das den Virusinfekt ursächlich bekämpft, gibt es nicht. Antibiotika sind in der Regel nutzlos, weil meist Viren und keine Bakterien im Spiel sind. Was hilft, ist Ruhe und bewährte Hausmittel wie Dampfbäder.

Wie Inhalieren bei Nasennebenhöhlenentzündung und Erkältung hilft

Die Dampfinhalation wird zur Behandlung der oberen Atemwege eingesetzt. Verantwortlich für die lindernde Wirkung bei Erkältungen sind die feinen Tröpfchen im Wasserdampf. Sie gelangen beim Einatmen in die oberen Atemwege und befeuchten die Schleimhäute. Festsitzendes Sekret wird verflüssigt und kann durch Schnäuzen und Abhusten leichter aus dem Körper abtransportiert werden. Inhalationen schützen so auch vor einer Ausbreitung der Infektion, etwa in die Nasennebenhöhlen. Denn mit dem Schleim werden die Erreger wie Viren und Bakterien aus dem Körper transportiert. Inhalieren lindert aber nicht nur akute Beschwerden, sondern kann Erkältungen auch vorbeugen. Bei trockener Luft schützt Inhalieren die Schleimhäute der Atemwege vor Austrocknung und stärkt so ihre Barrierefunktion gegen Krankheiterreger. Wichtig: Wer unter Allergien oder Asthma leidet, sollte vorab mit seinem Arzt sprechen.

Kochtopf oder Inhalator?

Für die gute, alte Dampfinhalation braucht man nur einen standsicheren Topf, eine bodenbedeckende Menge Wasser und ein Handtuch. Denn um die Atemwege zu befeuchten und Beschwerden zu lindern, genügt im Prinzip schon purer Wasserdampf. Allerdings kann die Beigabe geeigneter Substanzen (siehe unten) diesen Effekt noch verstärken. Kinder sollten nur unter Aufsicht inhalieren, da sie sich direkt am heißen Topf oder beim Umkippen am heißen Wasser verbrennen können. Alternativ gibt es in der Apotheke Dampfinhalatoren mit festem Mund-Nasen-Aufsatz. Sie haben den Vorteil, dass sie sicherer sind und Zusätze wie ätherische Öle die Haut und die Augen nicht reizen. Der Nachteil sind die Kosten und die anders als beim Topf umständlichere Reinigung. Die Reinigungshinweise der Hersteller müssen unbedingt beachtet werden, sonst besteht die Gefahr, dass Keime sich in der Feuchtigkeit vermehren und beim nächsten Inhalieren in die Atemwege gelangen. Außerdem gibt es Inhalatoren mit Verneblerfunktion. Diese haben vor allem den Vorteil, dass sie kleinere Tröpfchen erzeugen, die auch die unteren Atemwege, also Lunge und Bronchien erreichen.

Bloß nicht zu heiß!

Häufig wird zum Inhalieren zu heißes Wasser verwendet. Für kleine Kinder sollte das Wasser nicht heißer als 40 bis 50 Grad sein. Für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene ist eine Temperatur von 70 Grad ideal.

Wann, wie oft und wie lange inhalieren?

Bei akuten Infekten der oberen Atemwege wie einem Schnupfen sollte zwei bis viermal täglich für 5 bis 10 Minuten inhaliert werden. Ideal ist die Anwendung direkt nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen. Morgens hilft das Inhalieren, während der Nacht eingedicktes Sekret abzutransportieren. Abends sorgt die Befreiung der Atemwege dafür, dass das Atmen im Schlaf leichter fällt. Wichtig: Beim Inhalieren ruhig und nicht zu tief ein- und ausatmen, sonst droht Schwindel. Das Handtuch zwischendurch immer wieder mal abnehmen und eine kleine Pause einlegen. Nach der Dampfinhalation nicht ins Freie gehen, sondern warm eingepackt eine halbe Stunde ruhen.

Zusätze: Was eignet sich zum Inhalieren?

Zusätze im heißen Wasser können die wohltuende Wirkung der Dampfinhalation unterstützen. Welcher Zusatz passend ist, richtet sich nach den Symptomen. So kann die bei Erkältungen oft eingesetzte Kamille wegen ihrer austrocknenden Wirkung durch die ätherischen Öle bei trockenem Husten kontraproduktiv sein. Bei starker Verschleimung ist hingegen eine Linderung zu erwarten. Eine gewisse Vorsicht ist generell bei der Anwendung ätherischer Öle geboten. Sie sind besonders intensiv und können die Atemwege, Haut und Augen reizen. Wer beim Inhalieren husten muss, sollte die Anwendung abbrechen. Absolut tabu sind ätherische Öle für Asthmatiker, Säuglinge und kleine Kinder. Vor allem Menthol (z. B. in Pfefferminz- oder Thymianöl) und Kampfer (z.B. in ätherischen Ölen von Lorbeergewächsen, Korb- und Lippenblütlern) können Atemnot und Asthmaanfälle auslösen. Ätherische Öle sollten deshalb sparsam dosiert werden (2 bis 6 Tropfen auf 1 bis 2 Liter kochendes Wasser); dabei sollte mit der kleinsten Dosierung angefangen und bei guter Verträglichkeit sollte diese langsam gesteigert werden. Sanfter wirken getrocknete Heilkräuter aus der Apotheke, die man vor dem Inhalieren zugedeckt zirka 10 Minuten im heißen Wasser ziehen lässt.

Inhalation mit Salz wirkt besser mit Verneblern

Koch- oder Meersalz ist als Dampfbadzusatz ebenso beliebt, wie umstritten. Denn: Salz ist sehr schwer löslich, so dass wenn überhaupt nur minimale Mengen davon in den Dampf und damit in die Atemwege gelangen. Es sei denn man verwendet Vernebler. In ihnen wird das Wasser samt zugesetztem Salz in feinste Tröpfchen zerstäubt, die auch in die unteren Atemwege vordringen können.

Gegen eine virale Erkältung kommen nur die Abwehrkräfte des Organismus an – Inhalation kann aber Erleichterung für die oberen Atemwege bringen.

Inhalation hilft gegen Beschwerden wie Schnupfen, Husten und kratzenden Hals. Bestimmte Zusätze können den Effekt verstärken. | Bild: drubig-photo – Fotolia

Inhalieren mit Heilkräutern: Drei für alle Fälle

Es gibt eine ganze Reihe von Heilpflanzen, die sich als Zusätze für Dampfinhalationen bei Erkältungen eignen. Man kann sie pur anwenden oder auch mischen. Wichtig für die optimale Wirkung sind Qualität und Frische der Heilpflanzen. Deshalb besser in der Apotheke kaufen und nur wenige Sorten in der Hausapotheke bevorraten.

Thymian – mit breitem Wirkspektrum

Ein Alleskönner bei Erkältungen ist Thymian. Thymian enthält schleimlösende Saponine und eignet sich hervorragend als Zusatz einer Inhalationslösung gegen Schnupfen, Halsschmerzen und Husten. Man nimmt dazu zwei gehäufte Esslöffel Thymiantee auf einen Liter kochendes Wasser oder wenige Tropfen Thymianöl (Oleum Thymi) auf ein bis zwei Liter heißes Wasser. Für Asthmatiker, Säuglinge und Kleinkinder ist Thymianöl jedoch nicht geeignet.

Salbei – eine Wohltat für die Schleimhäute

Bei Halsschmerzen und gereizten Schleimhäuten ist Salbei unschlagbar. Salbei enthält ätherische Öle, wie Thujon, Cineol und Kampher, die antibakteriell wirken und gleichzeitig frei durchatmen lassen. Zudem stecken im Salbei Gerbstoffe (Terpene), die entzündungshemmend, heilungsfördernd, antiseptisch und auch schmerzlindernd wirken. Da seine Gerbstoffe die Schleimhäute austrocknen, ist Salbei bei trockenem Reizhusten nicht geeignet. Dosierung: Zwei gehäufte Esslöffel Salbeitee auf 1 Liter kochendes Wasser.

Inhalieren mit Kamille – heilend und entzündungshemmend

Kamille desinfiziert, wirkt schleimhautheilend und hat außerdem entzündungshemmende Eigenschaften. Für Inhalationen mit Kamillentee 1 Handvoll Kamillenblütentee auf 1 Liter kochendes Wasser. Alternativ gibt es Kamillenflüssigextrakt in der Apotheke, der nach Angabe des Herstellers verwendet wird.

Eine Kräutermischung zum Inhalieren

Wenn zum Schnupfen noch eine Nebenhöhlenentzündung oder Husten hinzugekommen ist, eignet sich ein gehäufter Esslöffel pro halbem Liter heißem Wasser der folgenden Kräutermischung hervorragend zum Inhalieren:

20 g Kamillenblüten
10 g Thymiankraut
10 g Salbeiblätter

Wichtig: Eine typische Erkältung dauert in der Regel nicht länger als sieben bis zehn Tage. Bleiben die Symptome trotz Inhalation länger bestehen oder verschlechtert sich der Allgemeinzustand, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Sinusitis Naturheilkunde nutzen

Eine Sinusitis betrifft am häufigsten die Kieferhöhle und die Siebbeinzellen. Seltener sind die Stirnhöhle und die Keilbeinhöhle betroffen.

Ist die Erkältung hartnäckig, kann sich eine Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln. Homöopathische Mittel haben sich zur Linderung bewährt. | Bild: Adiano – Fotolia

Wenn das Inhalieren nicht ausreicht und die Erkältung sehr hartnäckig ist, kann sich auf Dauer eine Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln. Aus dem einfachen Schnupfen kann es dann zu einer Schwellung beziehungsweise einer Entzündung der Schleimhäute und damit zu einem verminderten Schleimabfluss kommen. Wichtig ist das konsequente Ausheilen der akuten Entzündung, um die Entstehung chronischer Beschwerden zu verhindern. Dabei helfen naturheilkundliche Mittel wie das bewährte Sinusitis Hevert SL. Es bekämpft die Entzündung in Nase und Nebenhöhlen und wirkt dadurch abschwellend auf die Schleimhäute. Sinusitis Hevert SL ist auch für Säuglinge, Kinder und Menschen mit empfindlichem Magen gut geeignet. Es wirkt zuverlässig, ohne den Körper durch hohe Mengen chemischer Stoffe zu belasten.

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