Mit Lycopin aus Tomaten das Schlaganfallrisiko senken

Verarbeitete Tomaten enthalten mehr Lycopin als frische Früchte und helfen damit, das Schlaganfallrisiko zu senken. Den höchsten Lycopingehalt hat die Gac-Frucht

Verarbeitete Tomaten enthalten mehr Lycopin als frische Früchte und helfen damit, das Schlaganfallrisiko zu senken. Den höchsten Lycopingehalt hat die Gac-Frucht. | Bild: BeTa-Artworks – fotolia

Männer mit einem hohen Lycopin-Wert hatten in einer aktuellen Studie ein um 55 Prozent vermindertes Schlaganfallrisiko. Entscheidend ist nach Ansicht der finnischen Forscher dabei das Antioxidans Lycopin, ein rot-orange färbendes Carotinoid, das in Tomaten in hoher Konzentration vorkommt.

Sie sind es auch, die dem Stoff ihren Namen gegeben haben – wissenschaftlich heißen Tomaten „Solanum lycopersicum“. Grund genug, sich nicht nur im Flugzeug, sondern sehr viel öfter ein Glas Tomatensaft zu gönnen.

Schlaganfallrisiko senken

forum-boxIn der Studie wurden mehr als 1.000 Männer im Alter zwischen 46 und 65 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren untersucht. Die Studienteilnehmer mit dem höchsten Lycopin-Gehalt im Blut hatten ein um 55 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko als die Männer mit dem niedrigsten Lycopin-Level. Andere Antioxidantien wie Karotin oder Retinol hatten dagegen in dieser Studie keine Auswirkungen auf das Schlaganfallrisiko.

Hoher Lycopingehalt: Gac-Frucht

Ob Lycopin selbst vor Schlaganfall schützt oder Menschen mit hohen Werten einfach generell mehr Gemüse und Obst essen und damit von ihrer gesunden Ernährung profitieren, ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Dafür, dass Lycopin aber tatsächlich den Gefäßen gut tut, spreche die hochpotente antioxidative Aktivität, so die Forscher. Tomatensaft, aber auch andere Tomatenprodukte wie Tomatenmark, Saucen oder Ketchup enthalten deutlich mehr Lycopin als frische Tomaten. Den höchsten Lycopingehalt hat die zu den Kürbisgewächsen gehörende Gac-Frucht: Sie enthält über 2.000 mg/kg des Antioxidans.

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