Krampfadern: Männer lassen sich oft spät behandeln

Oftmals unterschätzen Männer Krampfadern und begeben sich erst spät in Behandlung.

Mit Krampfadern gehen Männer häufig zu sorglos um. Oftmals suchen sie erst einen Arzt auf, wenn sie massive Beschwerden haben. | Bild: 16to9foto – Fotolia

Frauen haben zwar häufiger Krampfadern als Männer, doch schwere Krampfaderbefunde wie „offene Beine“ (Unterschenkelgeschwüre) und Venenentzündungen kommen bei Männern genauso häufig vor wie bei Frauen. Dazu unterschätzen die Männer Krampfadern oft und beugen kaum vor. Mit Hilfsmitteln wie Kompressionsstrümpfen oder mit Arzneimitteln mit Zaubernuss können Krampfadern behandelt werden. In schweren Fällen hilft nur ein Arztbesuch.

Krampfadern beim Mann – Problem wird unterschätzt

Bei der Behandlung von Krampfadern kommen häufig Kompressionsstrümpfe zum Einsatz.

Dass Krampfadern Männern auch gefährlich werden können, wird von diesen selbst unterschätzt. Zaubernuss und andere Mittel können helfen. | Bild: Peter Atkins – Fotolia

Männer gehen im Gegensatz zu Frauen aber erst zum Arzt, wenn sie massive Beschwerden haben. Das belegt die Studie „Männer und Krampfadern“ der Stuttgarter Seiter-Klinik mit 3.174 Patienten, darunter 1.270 Männer zwischen 17 und 89 Jahren. Jeder fünfte Betroffene gab in der Befragung „Angst“ als Grund an, nicht früher zum Arzt gegangen zu sein. 63 Prozent der Männer hatten ihre Krampfadern schlicht nicht bemerkt oder unterschätzt.

Dabei sind die bläulichen, knotigen und geschlängelten Venen unter der Haut gut sichtbar. Schwere Beine, Spannungsschmerz oder auch Juckreiz sind weitere Hinweise auf eine Venenerkrankung. Um schwere Komplikationen zu vermeiden, sollte bei diesen Anzeichen unbedingt ein Facharzt aufgesucht werden.

Mit Zaubernuss und Co. Beschwerden durch Krampfadern lindern

Bei der Behandlung von Krampfadern können Kompressionsstrümpfe die Beschwerden lindern und das weitere Fortschreiten der Erkrankung zumindest verlangsamen. Arzneimittel mit den Wirkstoffen Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), Zaubernuss (Hamamelis virginiana) und Schafgarbe (Millefolium) beeinflussen bei regelmäßiger und langfristiger Einnahme Venenbeschwerden günstig: Sie setzen die krankhaft gesteigerte Durchlässigkeit der Gefäßwände herab und verringern die Gefäßbrüchigkeit.

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Sind die Venenveränderungen aber so fortgeschritten, dass zusätzlich ein kosmetischer oder therapeutischer Eingriff erforderlich wird, kann man sich bei der Wahl eines Arztes von der Ärztekammer oder der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie beraten lassen. Kostenlose Informationen und Adressen von Venenspezialisten (Phlebologen) gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie (1).

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