Antibiotika und Vitamin D: Abwehrkräfte stärken, Antibiotika-Resistenzen vermeiden

Antibiotika-Resistenzen vermeiden: Hilfe kommt aus dem Immunsystem in Form antimikrobieller Peptide. In therapeutisch stabile Form gebracht, sind sie eine wirksame Alternative und besitzen darüber hinaus nicht die Nebenwirkungen von Antibiotika.

Antibiotika und Vitamin D haben etwas gemeinsam. Vitamin D regt die Produktion antimikrobieller Peptide an und stärkt das Immunsystem. Damit spielt Vitamin D auch eine wichtige Rolle bei der Suche nach Alternativen zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen. | Bild: Kateryna_Kon – Fotolia

Die Zahl der Antibiotika-Resistenzen wächst weltweit rasant. In vielen Ländern breiten sich Bakterien aus, die gegen Antibiotika immun sind. Um Antibiotika-Resistenzen zu vermeiden, suchen Forscher nach neuen Antibiotika. Und sie sind im menschlichen Körper fündig geworden. Gegen Krankheitserreger setzen unsere Immun-, Haut- und Schleimhautzellen gewissermaßen körpereigene Antibiotika frei. Vitamin D spielt dabei eine wichtige Rolle.

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Rund 700.000 Menschen sterben nach Schätzungen jedes Jahr weltweit an Infektionen, gegen die keine Antibiotika mehr helfen. Bekommen Forscher das Problem der Antibiotika-Resistenzen nicht in den Griff, könnte die Zahl laut aktuellen Studien auf zehn Millionen Menschen im Jahr steigen. Große Hoffnungen hinsichtlich der Entwicklung neuer Antibiotika setzen Forscher in antimikrobielle Peptide. Sie werden von unseren Immun-, Haut- und Schleimhautzellen freigesetzt, um Krankheitserreger abzutöten. Diese körpereigenen Abwehrstoffe sind hochwirksam gegen verschiedene Keime und das ohne die Nebenwirkungen von Antibiotika. Die Entdeckung, dass Vitamin D die Produktion von antimikrobiellen Peptiden erhöht, hat das wissenschaftliche Interesse an diesem Vitamin in Bezug auf die Immunfunktion erheblich gesteigert.

Antibiotika-Resistenzen vermeiden: Antimikrobielle Peptide als Alternative

Antimikrobielle Peptide (AMP) werden von allen Lebewesen, ob Pflanze oder Mensch, zur Verteidigung gegen krankmachende Keime produziert. Sie bekämpfen Bakterien, indem sie deren Hülle quasi durchlöchern. Weit über 1000 AMP sind bereits entdeckt worden. In ihrer natürlichen Form sind sie sehr instabil und deshalb therapeutisch nicht einsetzbar. Bevor aus einem Peptid ein gegen Bakterien wirksames Medikament wird, muss es so verändert werden, dass es im Blut, in der Wundflüssigkeit oder im Urin stabil bleibt. Niederländischen Forschern (de Breij et al. 2018) ist das jetzt gelungen: Sie hoffen, das Peptid namens SAAP-148 bald zur äußerlichen Behandlung von hartnäckigen Hautinfektionen einsetzen zu können. Bislang hätten Bakterien auch bei längerem Einsatz keine Resistenz dagegen entwickelt, so die Forscher im Fachblatt Science Translational Medicine.

Abwehrkräfte stärken:
Vitamin D fördert Produktion körpereigener Antibiotika

Zahlreiche Studien legen einen Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und der Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und Infekten wie Erkältungen nahe. Eine Erklärung dafür ist die Rolle von Vitamin D im angeborenen und erworbenen Immunsystem. Vitamin D verstärkt vermutlich die Bildung antimikrobiell wirkender Peptide und weitere Mechanismen des angeborenen Immunsystems, auch im erworbenen Immunsystem sind verschiedene Effekte nachweisbar. Dass Vitamin D folglich das Immunsystem stärken und vor Atemwegsinfekten schützen kann, zeigte eine große Metaanalyse. Insgesamt konnte die Einnahme von Vitamin D den Studienergebnissen zufolge einen Teilnehmer von 33 vor akuten Atemweginfekten schützen. Die britischen Wissenschaftler fanden heraus, dass täglich (400 IE bis zu 4.000 IE) oder auch wöchentlich (1.400 IE bis zu 10.000 IE) zusätzlich eingenommenes Vitamin D insbesondere diejenigen mit dem ausgeprägtesten Mangel an 25-(OH) Vitamin D, einer Vorstufe des aktiven Vitamin D im Blut, vor Infektionen schützt.

Vitamin D ist in größeren Mengen in Fettfischen, z. B. in Aal, Heringen oder Makrelen, und in geringem Maße in Leber, Margarine (mit Vitamin D angereichert), Eigelb und einigen Speisepilzen enthalten. Allein über die Nahrung lässt sich der Tagesbedarf jedoch nicht decken. In Vitamin D-Mangelländern wie Deutschland wird deshalb, vor allem in der dunklen Jahreszeit, von Ernährungsexperten eine zusätzliche Gabe empfohlen. Über die jeweils richtige Dosierung berät Sie Ihr behandelnder Therapeut. Der Vitaminspezialist Hevert hält Vitamin D in verschiedenen Dosierungen und Darreichungsformen bereit: Vitamin D3 Hevert, Vitamin D3 Hevert 1000 IE Gummidrops, Vitamin D3 Hevert 2000 IE und Vitamin D3 Hevert 4000 IE.

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