Angstzustände bei Kindern – Was Sie wissen sollten

Angstzustände bei Kindern können mitunter homöopathisch behandelt und dadurch gelindert werden.

Angstzustände bei Kindern betreffen auch die Eltern, die diesen viel Aufmerksamkeit schenken sollten. | Bild: dmitrimaruta – Fotolia

Fremdeln, Monster unterm Bett, Angst im Dunkeln – es ist normal, dass Kinder im Laufe ihrer Entwicklung Angst haben. Diese altersgemäßen Ängste sind jedoch zu unterscheiden von Angststörungen, unter denen gut 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden. Eltern können ihre Kinder bei Angstzuständen unterstützen. Zum Beispiel hält die Homöopathie Mittel gegen Ängste und Unruhe bereit.

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Angst ist zunächst einmal eine urmenschliche Emotion, die vor Gefahren warnt. Im Entwicklungsverlauf durchleben Menschen die unterschiedlichsten, meist vorübergehenden Angstzustände. So haben Säuglinge beispielsweise Angst vor lauten Geräuschen. Ab einem halben Jahr fremdeln Babys. Oder Kleinkinder fürchten sich fantasiebedingt vor Ungeheuern. Später werden dann konkretere Situationen als bedrohlich empfunden, zum Beispiel ein Gewitter, schlechte Schulnoten oder Ausgrenzung. Solche Angstzustände sind im Entwicklungsverlauf ganz normal. Nehmen sie jedoch überhand und dauern an, leiden Kinder und Jugendliche stark darunter oder werden gar in ihrer Entwicklung gehemmt, spricht man von akuten Angststörungen. Laut der Bella-Studie des Robert Koch-Instituts sind etwa 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland davon betroffen; am häufigsten treten Trennungsangst, Phobien und generalisierte Angststörungen auf.

Angstzustände bei Kindern: Ursachen je nach Alter unterschiedlich

Plötzliche Angstzustände bei Kindern können unterschiedliche Ursachen haben, fantasievolle, aber auch mediale Ereignisse, die Kinder noch nicht so gut verarbeiten können wie Erwachsene.

In unterschiedlichen Entwicklungsphasen haben Kinder unterschiedliche Ängste. Vor Dunkelheit oder vor „Monstern“ fürchten sich häufig unter 5-Jährige. | Bild: samuel – Fotolia

Die Ursachen für Angstzustände bei Kindern unterscheiden sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. In den ersten Jahren treten häufig Trennungsängste auf. Zwischen zwei und vier Jahren sind es dagegen Ängste vor Ungeheuern, die vor allem durch die Fantasie entstehen. Angstzustände zeigen sich in der Dunkelheit beziehungsweise in der Nacht. Ab fünf Jahren fangen Kinder an, mediale Ereignisse logischer zu verarbeiten. Informationen über Krisen und Katastrophen gehören dann zu den Ursachen für Ängste und manifestierte Angstzustände bei Kindern. Hinzu kommen Ängste vor bestimmten Tieren und vor Verletzungen. Die ersten Leistungsängste entstehen meist ab einem Alter von acht Jahren. Der Druck in der Schule steigt und die Angst zu versagen nimmt zu.

Angstzustände bei Kindern – was tun?

Kinder empfinden das, wovor sie sich fürchten, als reale Bedrohung. Helfen Sie ihnen mit Verständnis und Zuwendung. Auf keinen Fall darf man die Ängste einfach abtun oder darüber lachen. Sätze wie „Ungeheuer oder Gespenster gibt es gar nicht“ helfen nicht. Nehmen Sie die Ängste ernst. Eltern können getrost das Gespenst unter der Bettdecke oder das Ungeheuer aus dem Schrank vertreiben. Mit elterlicher Unterstützung fühlen sich Kinder sicherer. Oft hilft es bereits dem Kind, wenn es erfährt, dass die Eltern einst selbst Angst gehabt haben und was ihnen geholfen hat. Fragen Sie ruhig nach, was das Kind braucht, um sich sicher zu fühlen. Auch ein spezielles Kuscheltier oder ein Wäschestück, das nach Mama riecht, hilft Kindern, ihre Ängste besser zu bewältigen. Bei älteren Kindern und Jugendlichen lösen konkretere Situationen Angst aus. Dennoch sprechen sie in den meisten Fällen nicht darüber. Es verlangt von den Eltern viel Einfühlungsvermögen, das plötzlich aggressive Verhalten, den Rückzug ins eigene Zimmer, die ständige Nervosität und die Schlafprobleme richtig zu deuten. Stecken Ängste dahinter und sind diese vorübergehend oder handelt es sich bereits um Angststörungen?

Plötzliche Angstzustände bei Kindern – Wann zum Therapeuten

Angststörungen gehören immer in die Hände eines Therapeuten. An solche Störungen sollte man denken, wenn Kinder oder Jugendliche anhaltend oder panisch an Angst leiden, wenn sie durch die übermäßige Furcht in ihrer Entwicklung und ihrem sozialen Verhalten behindert werden oder wenn sie von körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Bauchweh geplagt werden, ohne dass es dafür körperliche Ursachen gibt. Sind Eltern unsicher, ob die Beschwerden behandelt werden müssen, sollten sie sich sicherheitshalber an die ärztliche oder kinderärztliche Praxis wenden. Die Überwindung von „normalen“, also nicht krankhaften Ängsten, können Eltern dagegen mit homöopathischen Mitteln erleichtern.

Angstzustände bei Kindern: Homöopathie kann helfen

Die Homöopathie hält viele wirksame Mittel gegen Ängste, nervöse Reizbarkeit und Unruhe bereit. Angststörungen gehören jedoch in die Hände eines erfahrenen Experten. Folgende homöopathische Wirkstoffe können unter anderem bei Ängsten helfen: Calcium carbonicum, Aconitum, Silicea, Pulsatilla und Stramonium.

Für überreizte und zu Nervosität neigende Säuglinge ab dem 6. Monat sowie für Kleinkinder bietet das homöopathische Komplexmittel Calmvalera Globuli (bisher Calmy Hevert) wirksame Hilfe. Avena sativa (Hafer) bessert nervöse Unruhe sowie Ein- und Durchschlafstörungen. Nux vomica (Brechnuss) beruhigt vor allem bei erhöhter Reizbarkeit, gesteigerter Empfindlichkeit sowie Nervosität. Zincum valerianicum (Zinkisovalerianat) fördert den Schlaf und lindert nervös bedingte Beschwerden. Es schützt vor äußeren Reizen und wirkt dadurch besonders bei Kindern entspannend und beruhigend.

Calmvalera Tabletten (auch als Tropfen erhältlich) enthalten eine Kombination von neun sorgfältig ausgesuchten homöopathischen Wirkstoffen, die für Entspannung, Gelassenheit und innere Ruhe sorgen. Die Wirkstoffe sind Passiflora incarnata (Passionsblume), Valeriana (echter Baldrian), Platinum metallicum (Platin), Zincum valerianicum (Zinkisovalerianat), Lilium tigrinum (Tigerlilie), Ignatia (Ignatiusbohne), Cypripedium pubescens (Frauenschuh), Cocculus (Kockelskörner) und Cimicifuga (Traubensilberkerze).

Zincum Hevert N Tabletten, zugelassen auch bei Kindern unter 12 Jahren nach Rücksprache mit dem Arzt, beruhigen, entspannen und bauen Stress- und Spannungszustände ab. Dafür sorgen sechs aufeinander abgestimmte homöopathische Wirkstoffe: Cimicifuga (Traubensilberkerze), Hyoscyamus (Bilsenkraut), Ignatia (Ignatiusbohne), Phosphorus (Phosphor), Platinum metallicum (Platin) und Zincum metallicum (Zink).

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