Erkältung mit Nasennebenhöhlenentzündung im Sommer: Wenn die Augen schmerzen

Schleimlösende Dampfbäder können bei einer Erkältung mit Sinusitis gegen die Augenschmerzen helfen.

Festsitzendes Nasensekret sorgt bei einer Nasennebenhöhlenentzündung mitunter für lästige Augenschmerzen. | Bild: puhhha – Fotolia

Erkältungen mit Nasennebenhöhlenentzündungen treten in der warmen Jahreszeit erstaunlich häufig auf. Das festsitzende Nasensekret übt dabei nicht nur Druck auf die Kiefern- und Stirnhöhlen aus, sondern manchmal auch auf die Augenhöhlen. Das führt zu Augenschmerzen, die sich schon bei leichten Augenbewegungen verschlimmern. Um Augenschmerzen bei einer Erkältung entgegenzuwirken, hilft es, die Schleimhäute regelmäßig zu befeuchten.

So kann das Nasensekret aufweichen und abfließen. Erkältungsbedingte Augenschmerzen lassen sich zudem auch durch die Einnahme homöopathischer Mittel behandeln.

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Jede dritte Sinusitis bricht im Sommer aus. Das hat mehrere Gründe. Zum einen können Erkältungsviren und -bakterien bei sommerlichen Temperaturen deutlich länger überleben. Zum anderen kommen in öffentlichen Transportmitteln, Flugzeugen, Großraumbüros und Supermärkten häufig Klimaanlagen zum Einsatz. Sie wälzen die Luft um und verbreiten Keime im Handumdrehen.

Im Sommer herrscht zudem Allergiesaison. Bei Heuschnupfen sind die Schleimhäute der Nase dauerhaft geschwollen und entzündet. Dadurch können die Öffnungen der Nasennebenhöhlen verlegt werden. Eine Belüftungsstörung liefert den idealen Nährboden für Entzündungen der Nebenhöhlen.

Darüber hinaus wird der Körper im Sommer durch die Regulation seines Temperaturhaushaltes stark gefordert. Die UV-Einstrahlung und Hitze schwächen das Herz-Kreislaufsystem und damit die körperliche Abwehr. Der häufige sommerliche Wechsel zwischen heißem Wetter und Möglichkeiten der Abkühlung durch Klimaanlage, Schwimmen, Zugluft am geöffneten Fenster oder durch verschwitzte Kleidung kann schnell zu einer leichten Unterkühlung führen.

Wann treten Augenschmerzen auf?

Augenschmerzen werden als unspezifisches Symptom eingestuft, das verschiedene – meist harmlose – Ursachen haben kann. Oft steckt eine Nasennebenhöhlenentzündung als Komplikation einer Erkältung, einer Grippe oder eines Heuschnupfens dahinter. In seltenen Fällen (häufiger bei Kindern als Erwachsenen) tritt die Entzündung auch in die angrenzenden Knochenschichten der Augenhöhle über. Da eine echte Augenhöhlenentzündung mit hohem Fieber, heftigen Schmerzen im inneren Augenwinkel und in der Stirn sowie Lidschwellungen einhergeht, ist in diesem seltenen Fall ein sofortiger Besuch beim Arzt erforderlich.

Aber auch Zahnprobleme kommen infrage. Zahnwurzelentzündungen können bis in die Augenhöhle ausstrahlen. Besonders nach einer erfolgten Zahnbehandlung oder bei Zahnschmerzen sollten Sie an diese Möglichkeit denken. Eher selten sind dagegen Nasociliarisneuralgien, bei denen ein Nerv, der zwischen Augeninnenwinkel und Nasespitze verläuft, durch eine Entzündung gereizt und sehr schmerzempfindlich ist.

Schmerzen hinter dem Auge

Schmerzen hinter dem Auge haben hingegen meist andere Ursachen. Besonders häufig kommen Nacken- und Spannungskopfschmerzen infrage, wobei die Betroffenen den Ansatzpunkt des Schmerzes oftmals im Schädelbasisbereich lokalisieren können. Diese Art von Augenschmerzen ist aber nicht durch Augenbewegungen auslösbar. Auch eine falsche Dioptrienzahl bei Brille oder Kontaktlinsen strengt die Augen über Gebühr an und führt zu Augenschmerzen.

Sehr selten treten Tumoren hinter dem Auge auf, die durch ihr raumforderndes Wachstum Augenschmerzen auslösen. Auch Sinusvenenthrombosen können Schmerzen hinter dem Auge erzeugen. Dabei kommt es zu einem Blutgerinnsel in einem Blutgefäß, das das Gehirn mit Blut versorgt. Hierbei treten eher ziehende Schmerzen von Stirn bis in die Augen auf.

Augenschmerzen im Rahmen einer Sinusitis richtig erkennen

Ob Augenschmerzen durch eine Sinusitis ausgelöst werden, lässt sich anhand anderer Sinusitis-Symptome erkennen, die gleichzeitig auftreten:

  • Erkältungssymptome oder Heuschnupfensymptome
  • Drückende Kopfschmerzen
  • Gesichtsschmerzen, die zunehmen, wenn man sich nach vorne beugt
  • Gerötete Augen
  • Augenbewegungen verschlimmern die Schmerzen
  • Beklopfen von Wangenknochen und Stirn löst Schmerzen aus.

Sinusitis und Augenschmerzen vorbeugen

Um generell Kopfschmerzen und Nervenschmerzen vorzubeugen, sollten Sie Stress und einen ungesunden Lebensstil vermeiden. Falls Sie zu Erkältungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen neigen, sollten Sie an den heißen Tagen Sport nur in Maßen betreiben, sowie Zugluft und lange Sonnenbäder vermeiden, um einer Abwehrschwächung vorzubeugen. Trinken Sie ausreichend Wasser oder Saftschorlen, da Ihr Körper jetzt mehr Flüssigkeiten verbraucht.

Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung sollten Sie Belastungen vermeiden.

Homöopathie bei Sinusitis

Mit bestimmten homöopathischen Mitteln wird eine schleimlösende, abschwellende und entzündungshemmende Wirkung erzielt, um an der Ursache der Augenschmerzen zu arbeiten. Lachesis und Hepar sulfuris wirken zum Beispiel entzündungshemmend. Tritt außerdem Fieber mit heißem Kopf und kalten Füßen auf, wird Belladonna empfohlen. Als Schleimlöser wirken Kalium bichromicum und Luffa. Silicea wirkt gegen Stockschnupfen und Trockenheit der Schleimhäute.

Homöopathische Komplexmittel sind ebenfalls sinnvoll, da die Kombination mehrerer Wirkstoffe das Wirkspektrum erweitert, um auf die verschiedenen Aspekte einer Sinusitis gleichzeitig einzugehen. Sinusitis Hevert SL ist ein homöopathisches Komplexmittel, das elf abgestimmte homöopathische Wirkstoffe, darunter die oben genannten, kombiniert. Es wirkt entzündungshemmend, abschwellend sowie schleimlösend und befreit Nase und Nebenhöhlen auf sanfte Weise. Die Begleiterscheinungen, wie Kopfdruck und Augenschmerzen werden so gleich mitbehandelt.

Schleimlösen bei Sinusitis

Dampfbäder mit ätherischen Ölen und Kamille können dabei helfen, den Schleim zu lösen. Der Dampf sollte dabei nicht zu heiß sein und für 10 bis 15 Minuten unter einem Handtuch eingeatmet werden. Als Basis können Sie Thymiantee und Kamillenblüten verwenden. Nach dem Aufkochen geben Sie dann je drei Tropfen der ätherischen Öle, wie Eukalyptus, Rosmarin und Minze hinzu. Allerdings sollte man es mit ätherischen Ölen nicht übertreiben, da sie auf die Schleimhäute austrocknend wirken.

Nasennebenhöhlenentzündung – weitere Hausmittel

In der Apotheke erhalten Sie eine Nasendusche und Nasensalz. Damit können Sie das eingetrocknete Nasensekret sanft aus den Nasennebenhöhlen spülen und die Schleimhäute pflegen. Bei Schmerzen der Augen und Nebenhöhlen können Sie Quarkwickel lokal anwenden. Sie wirken antientzündlich und schmerzlindernd.



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