Erhöhte Leberwerte – schleichende Gefahr

Wer viel Alkohol trinkt, gefährdet seine Leber und begünstigt Erkrankungen wie Leberzirrhose.

Alkohol sollte der Leber zuliebe nicht exzessiv konsumiert werden. | Bild: Mirko – Fotolia

Hepatitis, Fettleber, Leberzirrhose: In Deutschland leiden geschätzt fünf Millionen Menschen an diesen oder anderen Lebererkrankungen, viele davon, ohne es zu merken. Denn die Leber verursacht kaum Schmerzen und die Beschwerden sind nicht eindeutig. Sogar Gelenkschmerzen zählen dazu. Sie treten bei Lebererkrankungen wie Autoimmunhepatitis oder Hämochromatose auf. Lebensstiländerungen und Homöopathie können zur Besserung von Lebererkrankungen beitragen.

Zudem kann so deren Entstehung verhindert werden. Hepar-Hevert Lebertabletten SL etwa unterstützen die Selbstheilungskräfte des Leber-Galle-Systems.

Lebererkrankungen sind heute ein Volksleiden. In Deutschland ist das Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan bei mindestens fünf Millionen Menschen erkrankt. Rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung hat erhöhte Leberwerte, so die Schätzung der Leberstiftung. Dass Alkohol ein Risiko für die Lebergesundheit darstellt, weiß jeder. Auf der Liste der Ursachen für eine Lebererkrankung stehen aber auch Übergewicht, Zuckerkrankheit, Medikamente oder eine Infektion mit Hepatitisviren. Unbehandelt können viele dieser Erkrankungen zu chronischen Entzündungen führen, langfristig zu Vernarbung und Schrumpfung der Leber (Leberzirrhose). Das Tückische an Lebererkrankungen ist: sie machen lange Zeit keine Beschwerden oder zumindest nur Beschwerden, die an alles Mögliche denken lassen. Zum Beispiel Müdigkeit, Blähungen oder Appetitverlust. Echte Warnzeichen wie Gelbfärbung der Augen und Haut, Juckreiz, Erbrechen oder Schmerzen treten oft erst sehr spät auf. Um eine Lebererkrankung möglichst früh zu erkennen, hilft daher nur eins: regelmäßig die Leberwerte kontrollieren lassen.

Erhöhte Leberwerte – was bedeutet das?

Erhöhte Leberwerte werden manchmal bei einer Routine-Blutuntersuchung festgestellt, allerdings wird heute die Bestimmung der Leberwerte vom Arzt oft nur noch dann als Kassenleistung veranlasst, wenn konkrete Verdachtsmomente auf Leberbelastungen vorliegen. Die Bezeichnung „Leberwerte“ steht für die Konzentration bestimmter Enzyme im Blut: die Aspartat-Aminotransferase (AST), die Alanin-Aminotransferase (ALT), die Gamma-Glutamyltransferase (Gamma-GT) und alkalische Phosphatase (AP). Sind die Leberzellen geschädigt, steigen diese Werte an. Ist nur ein Wert verändert, hat das wenig Bedeutung. Auch leicht erhöhte Werte sind meist kein Grund zur Besorgnis. Sind mehrere Werte deutlich verändert, muss der Ursache auf den Grund gegangen werden. An erster Stelle stehen dabei ein Test auf Hepatitisviren und eine Ultraschall-Untersuchung der Leber.

Wohlstandskrankheit Fettleber

Eine Fettleber erkennt der Arzt mittels Ultraschall: Das Organ ist durch das eingelagerte Fett größer und heller als normal. Ist übermäßiger Alkoholkonsum die Ursache, spricht man von einer alkoholischen Fettlebererkrankung. Weitaus häufiger aber lässt der Lebensstil der Wohlstandsgesellschaft die Leber verfetten. Also falsche Ernährung, Übergewicht, zu wenig Bewegung und damit einhergehende Erkrankungen wie Diabetes mellitus. Etwa jeder dritte Deutsche hat eine sogenannte nicht-alkoholische Fettleber. Sie wird sogar bei Kindern neuerdings immer häufiger diagnostiziert. Besonders Jungen sind betroffen: Bis zu 42 Prozent der übergewichtigen Jungen haben eine Fettleber. Die Folgen: durch übermäßige Fetteinlagerungen kann die Leber nicht mehr richtig arbeiten. Zellen sterben ab, und freigewordene Fettsäuren können eine Leberentzündung (Hepatitis) auslösen. Langfristig droht eine Zirrhose. Doch das lässt sich leicht verhindern. Zwar gibt es keine Pille gegen Fettleber. Aber man kann selbst dagegen angehen. Gefragt sind die altbekannten Lebensstiländerungen: Alkohol nur in Maßen, auf das Gewicht achten, gesunde Ernährung und viel Bewegung. Die gute Nachricht: Die Leber verfügt über ein beachtliches Regenerationspotenzial und dankt uns eine pflegliche Behandlung umgehend.

Leberentzündung durch Hepatitis-Viren

Eine häufige Ursache von Leberentzündungen sind Infektionen mit den Hepatitisviren B und C. Anders als gegen die Hepatitis A (Reise-Hepatitis) und B gibt es gegen die Hepatitis C bislang keine Impfung. Während Hepatitis A meist von allein ausheilt, können B und C chronisch werden. Auch bei Lebererkrankungen durch Infektionen hat man meist keine Symptome. Deshalb gilt auch hier: Je früher sie erkannt werden, desto besser. Die früher übliche Hepatitis-C-Therapie mit sogenannten Interferonen, die das Immunsystem anregen, ist in jüngster Zeit durch neuartige antivirale Medikamente (deren Namen meist auf -previr, -buvir oder nur -vir enden) weitgehend in den Hintergrund gedrängt worden. Die Krankheit gilt dadurch als heilbar.

Erhöhte Leberwerte und Gelenkschmerzen

Eher unbekannt: Auch Gelenkbeschwerden können auf eine Lebererkrankung hinweisen. Bei der Autoimmunhepatitis kommen zu den manchmal heftigen Gelenkbeschwerden Fieber, Gewichtsabnahme und deutlich erhöhte Leberwerte hinzu. Die Autoimmunhepatitis ist mit fünf Prozent aller chronischen Lebererkrankungen selten. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um die Zerstörung der Leber durch das körpereigene Immunsystem aufzuhalten. Ebenfalls mit Gelenkbeschwerden und erhöhten Leberwerten bemerkbar macht sich die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose). Durch einen Gendefekt nimmt der Körper mehr Eisen auf, als ihm gut tut. Sind die Speicher voll, wird das überschüssige Eisen in den Geweben bestimmter Organe abgelagert. Betroffen ist neben der Bauchspeicheldrüse vor allem die Leber: Sie vergrößert sich, die Leberwerte steigen an. Durch eine frühe Diagnose und Behandlung kann sich die Leber wieder vollständig regenerieren.

Gesunde Leber – Tipps

Eines vorweg: Lebererkrankungen sollten nicht auf eigene Faust behandelt werden. Sie sind Sache eines erfahrenen Therapeuten. Doch zur Vorbeugung und zur Unterstützung der Therapie im Krankheitsfall kann man selbst viel beitragen. Die folgenden Tipps sorgen neben gesunder Ernährung, Abbau von Übergewicht und viel Bewegung für eine gesunde und leistungsfähige Leber.

Alkoholpausen

Das Beste ist: Gar keinen Alkohol trinken. Das Zweitbeste: Regelmäßige Pausen. Einer dänischen Studie zufolge ist nicht nur die Alkoholmenge, sondern auch die Häufigkeit ausschlaggebend: Wer täglich Alkohol trinkt, erhöht die Gefahr einer Leberzirrhose. Vermutlich, weil sich die Leber ohne Alkoholpausen nicht ausreichend regenerieren kann. Die Studienautoren empfehlen deshalb an mindestens ein bis zwei Tagen pro Woche komplett auf Alkohol zu verzichten. Noch besser für die Leberregeneration: Alkoholverzicht an zwei Tagen hintereinander pro Woche, für eine Woche pro Monat und für einen Monat pro Jahr.

Leberwickel

Zur Anregung der Entgiftungsleistung und Regeneration der Leber haben sich auch feuchtwarme Leberwickel bewährt: Dazu eine Wärmflasche in ein feuchtes Tuch wickeln und unterhalb des rechten Rippenbogens auf den Bauch legen. Mit einem trockenen Handtuch und einer Wolldecke zudecken und ungefähr eine Stunde wirken lassen.

Bitterstoffe

Bitterstoffe stimulieren die Ausschüttung der Gallensäfte und unterstützen so die Verdauung. Zusätzlich regen sie die Leber an. Reich an Bitterstoffen sind Chicorée, Radicchio, Endiviensalat, Rettich, Radieschen, Löwenzahn und Artischocke. Am besten baut man täglich bitterstoffhaltige Gemüse und Salate in den Speiseplan ein. Biologisch angebaute Gemüse enthalten in der Regel mehr Bitterstoffe, weil teilweise auf alte Sorten zurückgegriffen und auf die Wegzüchtung von Bitterstoffen verzichtet wurde. Als Kur eignen sich auch pflanzliche Kräutertinkturen mit Bitterstoffen. Dabei aber auf den Zucker- und Alkoholgehalt achten.

Homöopathie für die Leber

Zu den wichtigsten homöopathischen Lebermitteln zählen Lycopodium clavatum (Keulen-Bärlapp), Carduus marianus (Mariendistel) und Chelidonium (Schöllkraut). Um das richtige Einzelmittel zu finden, ist eine eingehende Anamnese durch einen Homöopathen unerlässlich. Eine homöopathische Eigenbehandlung sollte generell nur bei leichten Beschwerden oder zur Vorbeugung von Leberproblemen durchgeführt werden. Dazu eignen sich Komplexmittel wie Hepar-Hevert Lebertabletten SL. Insbesondere die enthaltene Mariendistel (Carduus marianus) trägt dazu bei, die Leberzellen zu regenerieren und eine gesunde Leberfunktion wiederherzustellen. Zudem enthalten sind Chelidonium (Schöllkraut), ein altbewährtes Mittel bei Funktionsstörungen des Leber-Galle-Systems, und Taraxacum (Löwenzahn), der die Galleproduktion aktiviert. Leptandra (Virginischer Ehrenpreis) wirkt vorzugsweise bei entzündlichen Leber-Galle-Erkrankungen und Natrium sulfuricum (Natriumsulfat) verbessert die Entgiftungsleistung der Leber.