Von wegen “Wie Sand am Meer”! Unserer Erde geht der Sand aus

Übermäßiger Sandabbau bedroht Tierarten, lässt landwirtschaftliche Flächen versalzen und Strände verschwinden.

Sand ist nicht unendlich | Bild: BillionPhotos.com | fotolia

40 Milliarden Tonnen beträgt der jährliche Abbau von Sand. Sand wird für Beton, Zement, Glas und vieles andere benötigt. Die Folgen des übermäßigen Sandabbaus sind immens. Tierarten sind bedroht, landwirtschaftliche Flächen versalzen und Strände verschwinden. Eine Infografik von trademachines.de fasst die Situation anschaulich zusammen und zeigt dabei einige Alternativen zur Nutzung von Sand als Baustoff.

Wer denkt nicht an Urlaubsstrände, Wüstendünen oder Sandkästen, wenn von Sand die Rede ist. Was viele nicht wissen: Sand ist der zweithäufigste Rohstoff weltweit. Nur Wasser wird häufiger verwendet. Das unscheinbare Material ist ein Tausendsassa und wird in unzählbaren Alltagsgegenständen, wie Elektrogeräten, Glas oder Kosmetik eingesetzt. Der kritische Hauptverbraucher ist jedoch die boomende Bauindustrie: Ohne Sand gibt es keinen Beton. Und ohne Beton keine moderne Infrastruktur mit Straßen, Häusern und Schulen.

40 Milliarden Tonnen Sand werden derzeit jährlich abgebaut – viel schneller, als neuer Sand durch natürliche Erosion aus Gestein entstehen kann. China hat in den letzten zwei Jahren so viel Sand verbraucht, wie die USA in den letzten 100 Jahren. Singapur und Dubai benötigen exorbitante Mengen von dem Rohstoff, um ihre Landfläche zu vergrößern. Und der Bedarf wird angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und Verstädterung weiter steigen. Die knappe Ressource wird immer wertvoller. Inzwischen ist sogar eine „Sand-Mafia“ entstanden, die bei diesem Wettbewerb kräftig mitmischt.

Die Folgen des steigenden Sandabbaus sind immens. Inseln, wie die Malediven, und die meisten Sandstrände könnten verschwinden, große landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar werden und viele Tierarten aussterben. Dabei gibt es sinnvolle und machbare Alternativen, wie etwa Lehm, Ton oder Recyclingmaterialien (aus Beton und Glas), um den unstillbaren Hunger der Welt nach Baumaterial zu befriedigen.

Die Infografik zeigt Ihnen die wichtigsten Fakten rund um die aktuelle Schieflage der Sandindustrie.

Sand Knappheit

Grafik, Quellen und Bildnachweise: trademachines.de



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