Wenn der Trigeminusnerv schmerzt

Eine Trigeminusneuralgie beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Es kommt zu starken Schmerzen mehrmals am Tag.

Der Trigeminusnerv versorgt in drei Hauptästen das Gesicht mit Sensibilität. Störungen dieses Nervs verursachen heftige Schmerzen. | Bild: Rido – fotolia

Der Trigeminus ist ein Nerv, der in drei Hauptästen die Stirn-, Oberkiefer- und Unterkiefer-Region versorgt. Störungen dieses Nervs verursachen äußerst heftige Schmerzen, unter denen die Betroffenen so stark leiden, dass sie kaum noch ein normales Leben führen können. Druck auf den Nerv oder auch Stress können eine Schmerzattacke auslösen. Nervenschmerzen lassen sich gut homöopathisch behandeln.

Der Trigeminusnerv versorgt das Gesicht mit Sensibilität. Ist er durch Reizung, Druck oder Entzündung geschädigt, kommt es meist zu anfallsartig auftretenden, stechenden, brennenden, heftigen Schmerzen, die von Betroffenen oft wie Stromschläge empfunden werden. Trigeminus-Symptome können mehrfach am Tag auftreten, unterbrochen von schmerzfreien Phasen. Betroffene Areale sind hauptsächlich das Kinn und die Wangen, wobei sich die Schmerzen von den Zähnen, über die Ohren und Augen bis hin zur Stirn erstrecken können. Als Auslöser kommen in Frage: Zähneputzen, Kauen, Sprechen, alles, was Druck auf den Nerv ausübt. Aber auch ein Luftzug oder eine Berührung der Gesichtshaut kann ein Trigger sein. Nicht zuletzt kann Stress eine Schmerzattacke auslösen.

Die Behandlung dieser sogenannten Trigeminusneuralgie gehört immer in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac helfen bei einer Trigeminusneuralgie meist nicht. Zum Einsatz kommt in der Regel eine vorbeugend wirksame Schmerztherapie mit dem Epilepsiemittel Carbamazepin, das jedoch erhebliche Nebenwirkungen hat. Die Homöopathie hält eine Reihe von Einzelmitteln sowie passend kombinierte Komplexmittel bereit, mit denen auch so schwere Schmerzzustände, wie sie bei Nervenschmerzen entstehen, gelindert oder sogar im besten Fall geheilt werden können.

Nervenschmerzen: Behandlung mit Gelsemium

Mittel der Wahl für den homöopathisch erfahrenen Therapeuten ist dabei das jeweilige homöopathische Konstitutionsmittel. Bis das entsprechende Konstitutionsmittel gefunden ist, stehen je nach Lokalisation des Hauptschmerzes zahlreiche Akutmittel zur Verfügung. Ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Nervenschmerzen ist Gelsemium (gelber Jasmin) aus der Familie der Brechnussgewächse. Seine schmerzlindernde Wirkung ist schon lange bekannt. So wurde der frisch ausgepresste Saft von Gelsemium im amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) als Opium-Ersatz verwundeten Soldaten zur Schmerzlinderung gegeben. In der Homöopathie kommt die aus der Wurzelrinde von Gelsemium gewonnene Urtinktur seit dem 19 Jahrhundert zur Therapie u.a. von Neuralgien oder Migräne zum Einsatz. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde für den Inhaltsstoff Gelsenicin eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Ein weiterer Inhaltsstoff von Gelsemium, Koumin, mildert Nerven- und Entzündungsschmerzen. Gelsemium ist auch, wie der Name schon sagt, in dem homöopathischen Komplexmittel Gelsemium Comp.-Hevert Tropfen enthalten. Insgesamt sind darin neun Wirksubstanzen so kombiniert, dass sie ganz besonders das Nervensystem beruhigen und Entzündungen hemmen. In der Injektionslösung Gelsemium Comp.-Hevert sorgt noch ein zweiter Wirkstoff aus der Familie der Brechnussgewächse, Nux vomica, zusammen mit sieben weiteren Inhaltsstoffen für eine Besänftigung der gereizten Nerven.
Als zusätzliche Therapie empfehlen Therapeuten bei allen Formen von Nervenschmerzen Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training, Tai Chi, oder Qigong.



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