Vitamin-D-Mangel und Depressionen: Mikronährstofftherapie vielversprechend

Die Behandlung mit Vitaminen wie Vitamin D und Spurenelementen kann bei Menschen mit Depression und Burnout erfolgversprechende Resultate erzielen.

Depression und Burnout können laut Experten mit einem Vitamin-D-Mangel zusammenhängen. | Bild: Paolese – Fotolia

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Problemen. Sie zeigen sich an Symptomen wie Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit und einem Gefühl der Leere. Nach Meinung von Experten stehen Depressionen und auch Burnout in engem Zusammenhang mit einem Vitamin D-Mangel. Eine Mikronährstofftherapie mit Vitaminen und Mineralstoffen kann bei Depressionen durchaus Wirkung zeigen. Die Hoffnung besteht darin, mangelhafte Versorgungszustände auszugleichen.

Das lesen Sie in diesem Artikel:

Depression und Burnout: Wie die Mikronährstofftherapie wirkt
Darauf basiert die Mikronährstofftherapie mit Vitaminen und Co.
Vitamine und andere Mikronährstoffe wirken auf fünf Ebenen
Keine Patentrezepte für Burnout und Depression
Vitamin D bei Winterdepressionen von Nutzen
Zusammenhang zwischen B-Vitamin-Mangel und Depression

Auf ein Jahr gerechnet leidet ca. ein Drittel der Deutschen unter einer oder mehreren psychischen Störungen. Dabei zählt die Depression zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Das Burnout gehört ebenfalls zu den häufigsten Krankheitsbildern überhaupt, jedoch gilt es nicht als eigenständige Krankheit. Denn es fehlen klar definierbare Krankheitszeichen bzw. es gibt keine eindeutige Trennlinie zur Depression. Viele der Symptome ähneln sich jedoch. Eventuell ist dies der Grund, warum die Mikronährstofftherapie mit Vitaminen und Spurenelementen sowohl bei Depression als auch bei Burnout erfolgversprechende Resultate erzielt. Mediziner setzen zunehmend Vitamine, wie z. B. Vitamin D und B-Vitamine, Spurenelemente oder Mineralstoffe ein, um mangelhafte Versorgungszustände der Zellen auszugleichen oder die Aktivität der für die Stimmung so wichtigen Neurotransmitter gezielt zu beeinflussen.

Depressionen und Burnout: Wie die Mikronährstofftherapie wirkt

Burnout und Depression gehen nicht nur mit psychischen Veränderungen einher, sondern weisen nachweisbar Veränderungen auf molekularer, neuronaler und hormoneller Ebene auf. Häufig liegt bei Depression ein Mangel an verschiedenen Mikronährstoffen vor. Daher kann es sinnvoll sein, bei diesen Störungen neben einer Psychotherapie eine Mikronährstofftherapie durchzuführen. Neben den psychosozialen Faktoren wie kindheitliche Prägung, Familie, soziales Umfeld und Beruf muss der Körper schließlich auch in der Lage sein, genügend Energie und Hormone zu bilden, um die Psyche zu regulieren. Bei der Mikronährstoffdiagnostik kann durch eine Laboruntersuchung des Blutes genau festgestellt werden, welche Vitamine, Vitaminoide, Mineralstoffe, Spurenelemente oder Aminosäuren nur unzureichend vorhanden sind – um sie dann gezielt ergänzen zu können.

Darauf basiert die Mikronährstofftherapie mit Vitamin D und Co.

Die Mikronährstofftherapie ist auch unter dem Begriff „Orthomolekulare Medizin“ bekannt. Dieser Begriff ist dem Altgriechischen entlehnt und bedeutet so viel wie „richtige Moleküle“. Er wurde vom zweifachen Nobelpreisträger, dem amerikanischen Biochemiker Professor Dr. Linus Pauling (1901–1994), geprägt. 1968 formulierte er folgendes Prinzip: „Orthomolekulare Medizin dient der Erhaltung guter Gesundheit und der Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden sein sollten und für die Gesundheit erforderlich sind“.

Die Behandlung mit Vitaminen wie Vitamin D und Spurenelementen kann bei Menschen mit Depression und Burnout erfolgversprechende Resultate erzielen.

Depression und Burnout können laut Experten mit einem Vitamin-D-Mangel zusammenhängen. | Bild: Artem Furman – Fotolia

Paulings Grundannahme ist, dass heutige Lebensmittel hinsichtlich ihres Nährstoffgehalts denen aus früheren Zeiten unterlegen sind. Durch Züchtung, Lagerung, Transport und Reifung nach der Ernte haben sie an Qualität verloren und der Mensch ist dadurch heutzutage nicht mehr in der Lage, die erforderliche Menge an Vitalstoffen über die Ernährung aufzunehmen. Vitalstoffe sind Stoffe, die der menschliche Organismus nicht selbst herstellen kann. Sie müssen in ausreichender Menge über die Nahrung zugeführt werden. Dazu gehören unter anderem Spurenelemente, Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Fettsäuren. Fehlt nur einer diese Mikronährstoffe, kann sich das mit unspezifischen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit, Konzentrationsstörungen oder Reizbarkeit bemerkbar machen. Langfristig kommt es zu einer schleichenden Intensivierung des Mangels, wodurch ernsthafte Krankheiten wie Arteriosklerose, Krebs, Osteoporose oder Rheuma entstehen können.

Die Mikronährstofftherapie dient als wissenschaftliche Basis für die Vorbeugung und Behandlung umweltbedingter Krankheiten durch den gezielten Einsatz von Vitalstoffen. In der Orthomolekularen Medizin werden jedoch wesentlich höhere Dosierungen verabreicht, als die Ernährungswissenschaft empfiehlt. Das birgt gewisse Risiken, denn bei bestimmten Mikronährstoffen können Überdosierungen auch zu Nebenwirkungen führen. Aus diesem Grund ist eine Einnahme nach dem Gießkannenprinzip nicht sinnvoll. Vielmehr sollte durch eine fundierte Laboranalyse festgestellt werden, welche Mikronährstoffe fehlen, um sie dann gezielt zu ergänzen. Trotz ihrer allgemeinen Beliebtheit steht ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirksamkeit dieser Therapieform noch aus.

Vitamine und andere Mikronährstoffe wirken auf fünf Ebenen

Das Zusammenspiel von Mikronährstoffen ist komplex, die Wirkung vielfältig. Doch lässt sich der Effekt der Mikronährstoffe vereinfacht auf fünf Ebenen erklären:

    1. Energiestoffwechsel

In unseren Zellen sorgen sogenannte Mitochondrien als Energiekraftwerke für die Erzeugung von Adenosintriphosphat (ATP), dem universellen Energieträger der Zellen. Bei Burnout und Depression ist die Produktion von ATP verringert, kann aber durch verschiedene Mikronährstoffe, wie das Coenzym Q10, verbessert werden.

    1. Neurotransmitter

Vitamine und Spurenelemente sind entweder an der Bildung von Neurotransmittern beteiligt (z. B. Tryptophan, Tyrosin), oder haben selbst die Funktion eines Neurotransmitters (z. B. Serotonin). Bei einer Depression kommt es neben anderen Vorgängen auch zu Stoffwechselstörungen und einem Mangel an bestimmten Neurotransmittern wie GABA, Acetylcholin und Glutamat. Mikronährstoffe sind in der Lage, dieses Ungleichgewicht positiv zu beeinflussen.

    1. Immunsystem

Der psychische Stress bei Burnout und Depression führt zu einer dauerhaft erhöhten Ausschüttung von Cortisol, einem Hormon, das gleichzeitig die Immunreaktion unterdrückt. Es kommt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit. Mikronährstoffe wie Kalzium, Jod, Vitamin D3, Folsäure und Pantothensäure stärken das Immunsystem. Zink erhöht darüber hinaus nachweislich die Stresstoleranz des Körpers.

    1. Stresstoleranz

Mikronährstoffe wie Vitamin C und Magnesium wirken biochemischen Stressoren wie Cortisol und oxidativem Zellstress entgegen. Es ist bekannt, dass der Zellstress bei Burnout und Depression erhöht ist. Indem die Stressbewältigungsfähigkeit des Körpers gestärkt wird, ist er besser in der Lage, sich wieder in Balance zu bringen.

    1. Oxidativer Stress und Entzündungen

Mikronährstoffe können der oxidativen Zerstörung von Nervenstrukturen und entzündlichen Prozessen entgegenwirken. Unsere Zellen müssen sich gegen die sogenannten freien Radikale schützen, die als Produkt der normalen Stoffwechselaktivität entstehen. Spurenelemente wie Eisen, Zink, Selen, Kupfer und Mangan sind besonders wichtig, damit Zellen diesen Schutz aufrechterhalten können.

Keine Patentrezepte für Burnout und Depressionen

Die Ursachen und Symptome einer Depression oder eines Burnouts sind von Mensch zu Mensch verschieden – was sich auch in unterschiedlichen orthomolekularen Mangelzuständen widerspiegelt. Jedoch hat sich eine Reihe von Mikronährstoffen als besonders wirksam herausgestellt, da bei Patienten mit depressiven Tendenzen häufig unterdurchschnittliche Werte an bestimmten Mikronährstoffen festgestellt werden. Generell vorsichtig sollte man bei der Einnahme von Psychopharmaka sein, denn diese können zu unerwünschten Wechselwirkungen mit Mikronährstoffen führen.

Vitamin D bei Winterdepressionen von Nutzen

Bei Depressiven lassen sich häufig sehr niedrige Vitamin-D-Konzentrationen nachweisen. Neue Erkenntnisse über Vitamin D zeigen, dass auch im Gehirn Vitamin D-Rezeptoren existieren und dass es wohl eine wichtige Funktion im Nervenstoffwechsel erfüllt. Daher könnte ein Vitamin D-Mangel, der durch die langen, dunklen Winter in Deutschland weit verbreitet ist, auch für verschlechterte Hirnleistungen bei Älteren und schlechte Stimmung mitverantwortlich sein. Einige Studien gehen sogar davon aus, dass Vitamin D bei Winterdepressionen von Nutzen ist. Präparate wie Vitamin D3 Hevert beugen bei regelmäßiger Einnahme einem Vitamin D-Mangel zuverlässig vor.

Zusammenhang zwischen B-Vitamin-Mangel und Depression

Etwa die Hälfe aller depressiven Patienten ist mit den Vitaminen B1, B6 und B12 unterversorgt. Außerdem erhöht sich zum Beispiel der Verbrauch an Vitamin B6 bei der Einnahme von trizyklischen Antidepressiva. Auch der weit verbreitete Folsäuremangel ist bei der Behandlung von Depression von Bedeutung, da sich bei einem Mangel die Ansprechrate auf Antidepressiva wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und trizyklische Antidepressive verschlechtert. Präparate wie z. B. Vitamin B12 plus Folsäure Hevert helfen insbesondere Menschen, die mit Psychopharmaka behandelt werden, therapiebedingte Mangelzustände auszugleichen. Vitamin B Komplex forte Hevert enthält neben Vitamin B12 auch die Vitamine B1 und B6 und kann einer mangelbedingten Depression vorbeugen.

Sehen Sie hier unser Dossier zum Thema Vitamin D und Vitamin-D-Mangel

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