Leistungsdruck bei Kindern

Was tun gegen Leistungsdruck in der Schule?

Was tun gegen Leistungsdruck in der Schule? | Bild: Zlatan Durakovic – Fotolia

Sie klagen über Bauch- oder Kopfschmerzen, schlafen schlecht, sind unkonzentriert und nervös – Stress durch Leistungsdruck in der Schule kann sich bei Kindern auf verschiedene Weise äußern. Manchmal ändern überforderte Kinder auch ihr Verhalten, ziehen sich zurück oder werden überdreht und hyperaktiv. Laut einer aktuellen Studie der Krankenkasse DAK leidet fast jeder zweite Schüler (43 Prozent) unter Stress. Im Laufe der Schuljahre nimmt er sogar noch zu. Wie Sie Ihre Kinder stärken können und welche naturheilkundlichen Arzneimittel dafür zur Verfügung stehen, erfahren Sie hier.

„Ich habe Bauchweh!“ – Leistungsdruck bei Kindern erkennen

43 Prozent der Schüler leiden unter Stress, so das frappierende Ergebnis einer DAK-Studie. Den meisten Eltern aber ist es gar nicht bewusst, dass ihr Kind gestresst ist. Denn anders als Erwachsene klagen Kinder nicht über Stress. Deshalb ist es wichtig, mögliche Warnsignale zu erkennen. Kinder klagen über körperliche Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen, sie sind nervös, schlafen schlecht oder haben keinen Appetit. Manche verändern ihr Verhalten, werden auffällig still, sind ständig müde oder reizbar und hyperaktiv. Vorübergehende Beschwerden, etwa bei Prüfungsstress, sind kein Grund zur Sorge. Äußert ein Kind aber über einen längeren Zeitraum körperliche Beschwerden, besteht Handlungsbedarf.

Ursachen für Leistungsdruck bei Kindern

Am meisten machen Schülern im Alter von sechs bis 18 Jahren Konkurrenz und Leistungsdruck in der Schule zu schaffen. So das Ergebnis einer Elternbefragung durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse Hannover (KKH). Streit mit Freunden oder Mobbing nannten 15 Prozent der Eltern als Ursache für eine Überforderung. Aber auch gesellschaftlicher Druck durch Medien, Idole und Influencer setzt Kindern zu, wie 13 Prozent der Eltern angaben. Die Ursache zu finden, ist wichtig. Gerade bei Schulstress ist es aber oftmals schwierig, zwischen normalen schulischen Herausforderungen und zu viel Leistungsdruck zu unterscheiden. Jedes Kind hat einmal eine leistungsschwache Phase. Und eine zumutbare Belastung auszuhalten, fördert den Reifeprozess und die seelische Widerstandskraft (Resilienz), um Krisen zu meistern. Und nicht zuletzt: Trotz aller Fürsorge ist es nicht immer möglich, Kinder von Stressursachen abzuschirmen. Untätig zusehen aber müssen Eltern nicht, wenn sich ihr Kind unwohl und unter Druck fühlt.

Was tun gegen Leistungsdruck in der Schule?

Oft reicht schon ein einfühlsames Gespräch mit dem Kind allein oder zusammen mit einem vertrauten Lehrer. Sich alles von der Seele reden zu können und ernst genommen zu werden, kann eine große Erleichterung sein. Professionelle Beratung bieten Fachärzte und Schulpsychologen. Bei Verdacht auf Probleme wie ADS/ADHS, Rechen- oder Schreibschwäche sind sie immer die erste Anlaufstelle.

Das Zuhause sollte für Kinder ein Wohlfühlort sein. Deshalb die Schule nicht zum alles bestimmenden Thema machen. Wer schlechte Noten nicht als Weltuntergang dramatisiert und das Kind nach Misserfolgen wieder aufbaut, nimmt Druck raus und entspannt die Situation.

Wichtig ist auch ein Ausgleich zum Schulalltag. Bewegung ist ein einfaches Mittel, um Schulstress abzubauen. Ist ein Kind kein Sportfan, helfen Lesen, Musikhören oder Spiele wie Puzzle oder Memory beim Abschalten. Wichtig: Bei Freizeitaktivitäten sollte der Leistungsdruck eine sehr untergeordnete Rolle spielen.

Nicht zu vernachlässigen sind ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung.  Laut einer Studie der Krankenkasse DAK (Präventionsradar 2018) ist der Schlaf von Schülern zu kurz. Je weniger Schlaf die Befragten bekommen, desto mehr fühlen sie sich gestresst. So kommen die Jüngeren durchschnittlich auf 9,4 Stunden Schlaf pro Nacht, Zehntklässler nur noch auf 7,3 Stunden. Das sei ein Fünftel oder 120 Minuten weniger als von Experten für diese Altersgruppe empfohlen, so die DAK. Eine gesunde, vollwertige und regelmäßige Ernährung versorgt Körper und Gehirn optimal mit Nährstoffen und beugt einem Leistungsabfall vor. Gerade B-Vitamine sind für die Gesundheit der Nervenzellen wichtig. Gute Vitamin B-Quellen sind Hülsenfrüchte, tierische Produkte, grünes Gemüse und Getreide.

Zusätzlich können Heilkräfte aus der Natur erste Hilfe leisten. Sie wirken regulierend und ausgleichend. Anzeige

Mehr zum Thema „Kinder und Stress“ lesen Sie in der Broschüre der Techniker Krankenkasse TK-Broschüre-Kinder-und-Stress



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