Herbstanfang: Jetzt fit machen

Egal ob meteorologischer Herbstanfang (1. September) oder kalendarischer (23. September) – der Herbstblues steht bevor und Erkältungen drohen. Jetzt vorbeugen!

Egal ob meteorologischer (1. September) oder kalendarischer (23. September) Herbstanfang – der Herbstblues steht bevor und Erkältungen drohen. Jetzt mit einfachen Tipps vorbeugen! | Bild: detailblick – fotolia

Die Tage werden kürzer, die Blätter bunter und Nächte kühler – der Sommer neigt sich seinem Ende zu. Das schlägt auf die Stimmung und Kaltluftfronten machen uns anfällig für Erkältungen. Doch gegen den Herbstblues und Erkältungen kann man sich wappnen. So lassen sich auch die schönen Seiten genießen, die Laune machen und das Immunsystem stärken. Dazu gehören: rot- und goldgefärbte Laubwälder, die zum Wandern und Radfahren einladen, und ein großes Angebot an erntefrischem Obst und Gemüse aus der Region zur optimalen Versorgung mit Vitaminen und wichtigen Nährstoffen.

Herbstanfang – kalendarisch, meteorologisch und phänomenologischen

forum-boxAm 23. September um exakt 04:29 MESZ beginnt der kalendarische Herbst 2014. Das ist der diesjährige Zeitpunkt des Sekundäräquinoktiums oder auch der September-Tagundnachtgleiche. Zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang liegen an diesem Tag genau zwölf Stunden. Für Meteorologen beginnt der Herbst bereits am 1. September, denn wie alle anderen Jahreszeiten teilen sie auch den Herbst in genau drei volle Monate ein. Und nicht zuletzt gibt die Blüte der Herbstzeitlosen noch den Startschuss für den phänomenologischen Herbstanfang, der sich an der Pfanzenwelt orientiert.

Fit durch den Herbst: Vitamine tanken schützt vor Erkältungen

Kohl, Kürbis, Äpfel, Birnen… auch wer keinen Garten hat – im Herbst sind die Regale voll mit frischen heimischen Obst- und Gemüsesorten. Und die sind besonders gesund, da in saisonalem Obst und Gemüse aus der Region Vitamine und Mineralstoffe besser erhalten bleiben. Sie stärken die Abwehrkräfte und schützen so vor Erkältungen. Orange, grün, gelb, violett – je bunter es auf dem Teller ist, desto besser. Denn jede Sorte enthält andere Vitalstoffe, die unser Körper braucht.

Vitamin C und Folsäure für das Immunsystem liefern vor allem Kohlsorten wie Wirsing, Grünkohl, Rosenkohl und Brokkoli, aber auch Herbstsalate wie Feldsalat, Endivie oder Mangold. Auch Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen finden sich in fast allen Herbstgemüsesorten. Äpfel und Birnen sind bei uns in den Herbstmonaten erntereif und liefern sekundäre Pflanzenstoffe und verschiedene Vitamine, die die Abwehrkräfte des Körpers stärken.

Licht tanken schützt vor dem Herbstblues

Serotonin macht bessere Laune, hebt die Stimmung. Doch die Produktion des Neurotransmitters in den Zellen ist stark vom Lichteinfall abhängig. Zudem wird bei Lichtmangel auch vermehrt das Schlafhormon Melatonin gebildet, was sich ebenfalls auf die Stimmungslage auswirkt. Um dem Herbstblues zu entkommen, sollte man deshalb täglich mindestens eine halbe Stunde an die frische Luft gehen. Denn auch bei trübem Himmel ist das natürliche Tageslicht draußen noch drei- bis viermal stärker als die Zimmerbeleuchtung. Da es immer mehr Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Depressionen gibt, sollte man auch auf eine ausreichende Versorgung mit dem Sonnenvitamin achten. Ganz nebenbei ist man an der frischen Luft auch in Bewegung. Ob Spaziergang, Nordic-Walking oder eine Jogging-Runde – körperliche Aktivitäten heben die Stimmung – und das bis zu zwölf Stunden, wie eine US-Studie (1) herausgefunden hat.

Zeit zum Ausspannen

Der Herbst ist auch die Jahreszeit zum Ausspannen. Wenn es draußen regnet, lädt die Kuscheldecke auf dem Sofa zum Ausspannen ein. Ein paar Kerzen anzünden und ein gutes Buch lesen sind Balsam für die Seele und dienen der Erholung. Auch ein größeres Schlafbedürfnis ist im Herbst unvermeidlich und der vermehrten Produktion von Melatonin geschuldet. Mehr Schlaf tut dann gut und schützt vor Erkältungen, indem er das Immunsystem stärkt.

Auf richtiges Raumklima achten

Überheizte, trockene Räume sind nicht nur für das Immunsystem, sondern auch für unsere Haut Gift. Stoßlüften bringt genügend Feuchtigkeit und Sauerstoff in Wohnung und Büro und verhindert, dass wir uns schnell erkälten, wenn wir nach draußen gehen. Dazu mehrmals täglich kurz so viele Fenster wie möglich weit öffnen, damit die verbrauchte trockene Luft durch frische ersetzt wird.