Kapitel 1: Meditation – von der Skepsis frei machen

Stressiger Alltag, Überlastung, Druck – in einer schnelllebigen Welt steigt das Bedürfnis vieler Menschen, einmal den Kopf frei zu bekommen und sich für einen Moment vom Alltag zu lösen. | Bild: diego cervo – fotolia

Meditation wird schon seit Jahrhunderten, vielleicht gar seit Jahrtausenden betrieben. Vielfach gilt sie aber immer noch als esoterisch. Zu Unrecht, wie Journalistin Katharina Bittmann aus eigener Erfahrung berichtet. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes hat sie die Meditation kennengelernt und recherchiert, warum die Methode einen so positiven Effekt auf Köper, Geist und Seele hat.

Zur Meditation kam ich vor vielen Jahren über einen Yoga-Kurs, in dem wir viele Meditationstechniken praktizierten. Bewusst wurde mir das erst später, als ich begann, mich intensiver mit dem Thema Meditation zu beschäftigen. Ich wollte Techniken finden, die ich auch zuhause anwenden konnte.

Meditation ist Training für den Geist, der sich durch Übungen sammeln und beruhigen lässt. Das fiel mir anfangs nicht so einfach. Unser Gehirn will immer etwas denken, zu Geschehnissen wandern, nochmal über bestimmte Situationen nachdenken. Oder wir sind mit den Gedanken schon bei Dingen, die später anstehen und zu erledigen oder zu entscheiden sind.

„Nicht-Denken“ ist schwer

Bei der Meditation aber sollen wir an nichts denken, keine Gedanken festhalten oder grübeln. Der Geist soll frei werden. In der Meditation lernen wir, Gedanken, die kommen, nicht zu bewerten und daran festzuhalten, sie zwar wahrzunehmen, aber dann auf die Seite zu schieben. Dieses „Nicht-Denken“ war am Anfang für mich wirklich schwer, da ich mit zwei Kindern und einer freiberuflichen Tätigkeit stark gefordert bin. Da gilt es Termine zu koordinieren, den Haushalt zu wuppen oder bei den Kindern auf die Hausaufgaben zu achten. Kurz gesagt, es gibt eigentlich immer etwas, woran ich denken muss.

Als ich aber dann verschiedene Meditationstechniken kennen gelernt habe, konnte ich mich davon frei machen. In Deutschland stehen generell viele Menschen der Meditation noch skeptisch gegenüber, das Forschungsinteresse hat aber zugenommen und in den letzten Jahren gab es einige Studien dazu. In vielen Kulturen und Religionen gehört Meditation schon seit Jahrhunderten zur spirituellen Praxis mit den unterschiedlichsten Meditationstechniken, wobei vor allem der Buddhismus einen großen Einfluss auf die westlichen Meditationstechniken genommen hat. Neben körperlich passiven, ruhigen Techniken gibt es körperlich aktive Techniken.

Lesen Sie im zweiten Kapitel, wie Katharina Bittmann den Weg zur Selbstwahrnehmung fand und welche Meditationstechniken es dafür gibt.

Lesen Sie hier alle Gästeblog-Beiträge von Katharina Bittmann über Meditation.



Antworten

Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren und Leser-Tags zu vergeben.