Sport trotz Erkältung?

Bei einer Erkältung oder Grippe kann Joggen oder anderer Sport nicht nur erschöpfend sondern auch gefährlich sein

Bei einer Erkältung oder Grippe kann Joggen oder anderer Sport nicht nur erschöpfend sondern auch gefährlich sein. | Bild: Stefan Schurr – fotolia

Sportlich Aktive erwischt eine Erkältung zwar nur halb so oft wie Sportmuffel – aber wenn, leiden sie meist doppelt: Zusätzlich zu den lästigen Beschwerden schlägt die Zwangspause vom geliebten Training auf die Stimmung. Oder darf man trotz einer Erkältung weiter trainieren? Wir verraten, wann eine Sportpause sein muss und wann moderate Bewegung sogar helfen kann.

Regelmäßiges Training an der frischen Luft stärkt das Abwehrsystem und halbiert so die Zahl der Erkältungskrankheiten, fanden Forscher vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle heraus. Doch auch wenn es sportliche Menschen seltener trifft, ganz erspart bleibt eine Erkältung in den kommenden Wintermonaten nur den wenigsten.

Schnupfen vs. Grippe

Bei der Frage, ob Sport trotz einer Erkältung möglich ist, sollte man zwischen einem kleinen Schnupfen und einer ausgewachsenen Erkältung oder gar Grippe unterscheiden. Denn bei allem, was über Erstgenannten hinausgeht, kann Sport gefährlich werden und zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Herzmuskel- oder Lungenentzündungen führen.

Moderate Outdoor-Sportarten wie Walking oder Nordic Walking

Kribbelt es dagegen nur leicht in der Nase und fühlt man sich körperlich ganz fit, kann das laut Professor Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln auch nur eine Reaktion auf eine leichte Unterkühlung sein. In diesem Fall sei das Training überhaupt kein Problem, so der Experte. Sport kann in einem solchen Fall sogar hilfreich sein, vorausgesetzt man lässt es langsamer als sonst angehen. Ideal sind moderate Outdoor-Sportarten wie Walking oder Nordic Walking. Die Bewegung an der frischen Luft trägt dazu bei, dass die Schleimhäute gut durchblutet und befeuchtet werden und fördert so die Erregerabwehr.

Kein Sport bei Fieber!

Bei allem, was sich nicht auf eine laufende Nase beschränkt, gehört man dagegen nicht in die Sportschuhe, sondern ins Bett – zumindest aber ist Schonung angesagt. Vor allem bei Fieber gilt absolutes Sportverbot. Bei fiebrigen Virusinfektionen kann Sport die Viren im Körper zur Wanderschaft anregen und das geht im schlimmsten Fall aufs Herz. Jährlich erkranken bundesweit rund 3.300 Menschen an der akuten Herzmuskelentzündung (Myokarditis), rund 70 Prozent davon sind Männer.

Homöopathische Arzneimittel bei Erkältungen

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man der Erkältung mit schmerz- und fiebersenkenden Mitteln zu Leibe rückt. Sie lindern zwar die Symptome, heilen aber nicht. Das ist fatal, denn man fühlt sich gesund, ohne es zu sein. Der Infekt wird verschleppt – mit teilweise gravierenden Folgen. Bei homöopathischen Arzneimitteln besteht diese Gefahr nicht. Die Wirkstoffe in bewährten Mitteln wie Hevertotox Erkältungstropfen oder Sinusitis Hevert SL-Tabletten lindern bei frühzeitiger, konsequenter und ausreichender Einnahme die lästigen Beschwerden, ohne die Warnsignale des Körpers chemisch auszuschalten.

Und auch wenn man es kaum erwarten kann – Ungeduld ist in diesem Fall ein schlechter Ratgeber. Generell gilt: Je schwerer der Infekt, desto länger die Pause. Sport ist erst wieder angesagt, wenn der Körper die Erkrankung komplett überwunden hat. Und auch dann sollte man es erst mal etwas gemächlicher angehen lassen und sich nicht gleich komplett verausgaben. Wer unsicher ist, fragt besser den Arzt.

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