Magenschmerzen und Bauchschmerzen: Unterschiedliche Schmerztypen können unterschiedliche Ursachen haben

Magenschmerzen sind nicht gleich Magenschmerzen. Es gibt unterschiedliche Schmerztypen, die unterschiedliche Ursachen haben können und bei dauerhafter Symptomatik unbedingt ärztlich abgeklärt werden sollten.

Magenschmerzen sind keine selbstständige Krankheit, sondern können wie auch andere Arten von Bauchschmerzen viele Ursachen haben. Schmerztyp und Schmerzlokalisation können bei der Bestimmung helfen. Bild: Gina Sanders | fotolia

Magenschmerzen und Bauchschmerzen sind Symptome, die auf vielerlei Ursachen und Erkrankungen hinweisen können. Der Schmerztyp und die Schmerzlokalisation verraten viel über ihre Entstehung und helfen, das richtige Hausmittel oder Homöopathische Mittel auszuwählen. Ist es beispielsweise ein Ober- oder Unterbauchschmerz? Treten die Bauchschmerzen krampfartig auf? Generell gilt: Dauerhafte oder häufig wiederkehrende Magenschmerzen immer therapeutisch abklären lassen!

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In den meisten Fällen steckt hinter akut auftretenden Magenschmerzen eine zu reichhaltige, zu fettige oder zu stark blähende Mahlzeit. Durch diese Faktoren wird die Magenwand gedehnt und deren Schmerzrezeptoren gereizt, was die Schmerzen auslöst. Magen-Darm-Infektionen sind ebenfalls eine häufige Ursache für Magenschmerzen. Dabei werden die Erreger mit der Luft eingeatmet oder über den Mund (ungewaschene Hände, verdorbene Lebensmittel) übertragen. Typisch für Magen-Darm-Infektionen sind neben Magen-Darm-Krämpfen starke Durchfälle und Erbrechen. Treten dumpfe Magenkrämpfe oder Schmerzen im Oberbauch auf nüchternen Magen auf, könnte ein Zwölffingerdarmgeschwür dahinterstecken. Dahingegen verursacht eine Magenschleimhautentzündung die Schmerzen meist kurz nach dem Essen oder unabhängig von der Nahrungsaufnahme. Bei einem Magengeschwür kommt es zudem nicht selten zu Magenblutungen, die den Stuhlgang schwarz einfärben. Schmerzen, die mittig direkt unter dem Brustbein auftreten und mit Sodbrennen oder häufigem Aufstoßen einhergehen, können auf eine Refluxkrankheit hinweisen. Hier fließt Magensäure in die Speiseröhre, wodurch diese gereizt wird. Auch ein Reizmagen kann mit Aufstoßen einhergehen. Bei diesem Beschwerdebild kommt es zu Krämpfen der Magenmuskulatur sowie einer erhöhten Empfindlichkeit des Magens gegenüber Dehnungsreizen und Magensäure. Die Überempfindlichkeit führt dann gegebenenfalls auch zu Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Blähungen. Charakteristisch für ein Reizdarmsyndrom ist, dass die Beschwerden oftmals erst mit etwa 20 Minuten Verzögerung auftreten. Sie werden durch Blähungen im Dünndarm verursacht, die Schmerzen verursachen können. Das Reizdarmsyndrom ist jedoch allein anhand der Symptome und ohne ärztliche Diagnostik nicht von anderen, schwerwiegenden Magen-Darm-Erkrankungen zu unterscheiden. Besonders Nahrungsmittelunverträglichkeiten müssen abgeklärt werden, denn bei einer Laktose-, Fructose-, Gluten-, Histamin oder Sorbit-Unverträglichkeit kommt es zu sehr ähnlichen Symptomen. Bei Letzteren kommt es aber häufig zu weiteren charakteristischen Symptomen, die nicht im Bauchraum liegen: Gelenkschmerzen, Schwindel, unerklärliche Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Konzentrationsschwäche werden von manchen Betroffenen berichtet.

Magenschmerzen: Hausmittel bei unterschiedlichen Schmerztypen

  • Magenschleimhautentzündung: Fenchelsamen, Kümmel, Kamillentee, Leinsamen
  • Refluxkrankheit: Natron, Heilerde, Leinsamen, Äpfel
  • Reizmagen: Pfefferminze (nicht bei Sodbrennen!), Nahrungsabstinenz 3 Stunden vor dem Schlafen, Langsames Kauen, Fenchelsamen, Süßholzwurzel
  • Reizdarm: Heilerde, Flohsamen, Fenchel, Kümmel, Anis, Melisse

Magenschmerzen und Homöopathie

Das homöopathische Arzneimittel Digesto Hevert Verdauungstropfen kann bei Verdauungsschwäche ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung und Durchfall, Fettstühlen und Gewichtsabnahme darstellen. So lässt es sich beispielsweise einsetzen, wenn die Beschwerden nur in bestimmten Situationen, etwa beim Genuss bestimmter Speisen, auftreten.

Bei diesen Symptomen unbedingt zum Arzt

Akut auftretende, starke Magenschmerzen sollten schnellstmöglich ärztlich abgeklärt werden. Sie können von Fieber, blutigen Durchfällen und starkem Erbrechen begleitet sein. Dahinter können sich etwa eine akute Pankreatitis, eine Lebensmittelvergiftung, ein Darmverschluss, eine Blinddarmentzündung oder eine akute Bauchfellentzündung verstecken. Aber auch chronische, also dauerhafte oder wiederkehrende Magenschmerzen können auf eine mögliche Grunderkrankung hinweisen, wenn sie keine nachvollziehbaren Ursachen haben. Ebenso sollten Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da ein Ignorieren zu schweren Schäden führen kann. Magengeschwüre, Magenschleimhautentzündungen oder Magenkrebs verursachen anfangs zumeist wenige oder keine Symptome, sollten aber für einen guten Behandlungserfolg frühzeitig erkannt werden.

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