Sanfte Darmreinigung: Der Darm hat es sich verdient

Den Körper entgiften. Eine Darmreinigung befreit.

Eine Darmreinigung kann einem Hausputz für Körper, Geist und Seele gleichkommen. | Bild: animaflora – Fotolia

Der Darm leistet täglich Erstaunliches. Alles, was wir zu uns nehmen, muss durch ihn hindurch. Dabei versorgt er uns mit lebenswichtigen Nährstoffen und Heilmitteln. Außerdem kümmert sich der Darm um unsere Gesundheit: er beherbergt den Löwenanteil unseres Immunsystems. Generell schenken wir dem Darm zu wenig Aufmerksamkeit. Eine sanfte Darmreinigung dankt er uns auf vielfältige Weise.

Das lesen Sie in diesem Artikel:

Darmreinigung – Der Hausputz für Körper, Geist und Seele
Quellmittel für die Darmreinigung
Aktivierung der Darmtätigkeit mit Rizinusöl, Glauber- oder Bittersalz
Darmreinigung durch Einläufe
Darmreinigung und Fastenkur
Darmreinigung und Entgiftung
Darmsanierung
Ernährung bei Darmsanierung

Wer sucht die mögliche Ursache für ständig wiederkehrende Infekte, Akne, Allergien, rheumatische Beschwerden oder Migräne im Darm? Wer weiß eigentlich, dass sogenannte Fehlhaltungen wie gebeugter Rücken, Rundrücken oder Hohlkreuz in sehr vielen Fällen eine Schutzhaltung für eine gestörte Verdauungsfunktion darstellen und eine Darmsanierung die gesamte Statik verändern kann? Bereits in der Antike ging man davon aus, dass viele Krankheiten im Darm entstehen. Eine Ernährung mit viel tierischem Eiweiß und Bewegungsmangel, aber auch Hektik und Stress können Ursachen für einen trägen Darm und Verstopfung sein. Wird der Darm nicht ausreichend entleert, lagern sich Kotreste an der Darmwand an und können sie schädigen. Daher raten immer mehr Therapeuten heutzutage zu einer regelmäßigen Darmreinigung, etwa zweimal im Jahr.

Darmreinigung – Der Hausputz für Körper, Geist und Seele

Eine Darmreinigung erfolgt in den meisten Fälle in Verbindung mit einer Fastenkur, einer Entgiftung oder einer Darmsanierung. Zur Darmreinigung stehen verschieden Methoden zur Verfügung:

  • Quellmittel wie Flohsamen, Leinsamen oder Weizenkleie
  • Rizinusöl oder Glauber- bzw. Bittersalz
  • Einläufe
  • Colon-Hydro-Therapie

Bei allen Formen der Darmreinigung ist das A und O viel Trinken in Form von stillem Wasser oder Kräutertees. Tees aus Anis, Brennnessel, Dill, Fenchel, Ingwer, Koriander, Kümmel oder Pfefferminze haben den Vorteil, dass sie gut schmecken und selbst noch eine reinigende Wirkung besitzen. Chronisch Kranke oder wer zu Magen-Darm-Erkrankungen neigt, sollten diese Hausmittel allerdings nicht ohne Konsultation mit ihrem Arzt dauerhaft anwenden. Das gleiche gilt für schwangere und stillende Frauen.

Quellmittel für die Darmreinigung

Sie wirken, wie ihr Name schon sagt, durch ihre Fähigkeit, viel Wasser zu binden und aufzuquellen. So vergrößern sie das Volumen des Nahrungsbreis und regen die Darmtätigkeit an. Sie werden über Nacht in Wasser eingeweicht und morgens mit viel Flüssigkeit eingenommen. Auch über den Tag verteilt sollten mindestens zwei Liter Wasser oder Tee getrunken werden, weil Quellmittel sonst zu Verstopfung bis hin zu Darmverschluss führen können. Die Wirkung setzt ein bis zwei Tage nach Einnahme ein. Für eine Darmreinigung muss diese Maßnahme über einen längeren Zeitraum erfolgen, eine einmalige Einnahme reicht in diesem Fall nicht aus. Nicht geeignet aufgrund des hohen Flüssigkeitsbedarfs ist die Anwendung dieser Mittel bei Herz- oder Nierenerkrankungen sowie bei vorbekannten Darmerkrankungen. In diesem Fall ist eine vorherige ärztliche Abklärung notwendig.

Aktivierung der Darmtätigkeit mit Rizinusöl, Glauber- oder Bittersalz

Die in Rizinusöl enthaltene Rizinolsäure verhindert die Abgabe von Natrium und Wasser aus dem Darm und vergrößert auf diese Weise wie die Quellmittel das Volumen des Nahrungsbreis und aktiviert die Darmtätigkeit. Zwei bis drei Esslöffel Rizinusöl auf leeren Magen eingenommen führen nach zwei bis acht Stunden zu einer Darmentleerung. Nach der Einnahme empfiehlt es sich, viel Kräutertee oder Zitronenwasser zu trinken, um den Ölgeschmack wieder los zu werden.

Glauber- oder Bittersalz binden ebenfalls Flüssigkeit und verursachen einen weichen und  voluminösen Stuhl, was eine leichte Stuhlentleerung ermöglicht. Zur Darmreinigung werden 40 g Glauber- oder Bittersalz in einem halben Liter Wasser aufgelöst und auf nüchternen Magen langsam getrunken. Auch hier empfiehlt es sich, reichlich Wasser oder Kräutertee nachzutrinken, um den unangenehmen Salzgeschmack loszuwerden. Da die Salze gewöhnlich innerhalb von drei Stunden wirken, sollte man diese nur einnehmen, wenn jederzeit eine Toilette zu erreichen ist. Für Menschen mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt eignen sich die Salze nicht, da sie die Darmschleimhaut reizen. Auch Menschen mit starken Herz-Kreislauf-Störungen sollten auf diese Maßnahme verzichten.

Darmreinigung durch Einläufe

Für viele ein Graus, doch eine sichere und wirkungsvolle Methode der Darmreinigung sind Einläufe mit einem Irrigator.

Mit einer sanften Darmreinigung und einer Darmsanierung kommt der Darm zu einer wohlverdienten Ruhepause. | Bild: rangizzz – Fotolia

Für viele ein Graus, doch eine sichere, nebenwirkungsarme und wirkungsvolle Methode der Darmreinigung sind Einläufe mit einem Irrigator, der mit etwa zwei Liter lauwarmen Wasser gefüllt wird. Dazu liegt man auf einem Handtuch in Seitenlage auf dem Badezimmerboden und führt das Plastikrohr, das vorher mit Vaseline eingecremt wurde, vorsichtig ein paar Zentimeter in den After. Danach öffnet man das Ventil des Irrigators und die Flüssigkeit läuft in den Dickdarm. Der Entleerungsdrang setzt sehr schnell ein, weswegen eine Toilette in unmittelbarer Nähe wichtig ist. Wem diese Prozedur zu umständlich ist, dem sei die Colon-Hydro-Therapie bei einem Therapeuten empfohlen. Diese Methode knüpft an die Tradition der „Darmbäder“ an und wurde für die Raumfahrt gewissermaßen neu entdeckt. Hierbei spült man mit einem Einführschlauch lauwarmes Wasser in den Darm, während gleichzeitig ein Abführschlauch den Darminhalt ausleitet. Die Therapie dauert 30 bis 45 Minuten und wird von einer sanften Darmmassage begleitet.

Darmreinigung und Fastenkur

Das sogenannte Heilfasten hat zum Ziel, den Darm komplett zu entlasten. Dabei wird feste Nahrung durch reichlich Flüssigkeit wie beispielsweise Tees, Fruchtsäfte, Gemüsebrühe oder Ähnliches komplett ersetzt. Ein Fastenprogramm beginnt immer mit einer Darmentleerung, diese reduziert auch das Auftreten starker Hungergefühle. Heilfasten wird von zahlreichen Therapeuten als eine der effektivsten Methoden der Naturheilkunde gesehen, sie sollte aber aufgrund möglicher Nebenwirkungen oder vorübergehender Verschlimmerungen zumindest beim allerersten Mal nicht ohne fachliche Begleitung angewendet werden.

Darmreinigung und Entgiftung

Wer nicht nur seinem Darm eine Ruhepause gönnen möchte, sondern auch die Entgiftungsorgane, Leber, Nieren und Lymphsystem stärken will, kann mit naturheilkundlichen Mitteln eine natürliche und sanfte Entgiftung des Körpers vornehmen. So fördert die Ausleitungskur nach Dr. med. Wolfgang Hevert mit Hepar Hevert Lebertropfen SL oder Hepar Hevert Lebertabletten die Entgiftungsfunktion der Leber, während Lymphaden Hevert Complex den Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten über das Lymphsystem unterstützt und Solidago Hevert Complex die Ausscheidung von Schadstoffen und Abbauprodukten über die Nieren steigert. Auch das spagyrisch-homöopathische Arzneimittel Heweberberol Tropfen macht sich die krampflösenden, entzündungshemmenden und nierendurchspülenden Effekte von Solidago virgaurea, so der lateinische Name der Echten Goldrute, zunutze. Bei der Echten Goldrute handelt es sich um eine krautige Pflanze, die in Mitteleuropa bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze verwendet wird. Bei Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl oder Blähungen wiederum unterstützen Digesto Hevert Verdauungstropfen das Zusammenspiel von Magen, Darm, Leber und Galle. Das naturheilkundliche Arzneimittel stärkt die Verdauungsfunktion der Bauchspeicheldrüse und reduziert die Neigung zu Blähungen.

Darmsanierung

Bei einer Darmsanierung erfolgt zusätzlich zur und vor allem nach der Darmreinigung der Aufbau einer gesunden Darmflora. Zu einer Schädigung der Darmflora tragen nicht nur eine ungesunde Ernährung, Alkohol- oder Drogenkonsum und Stress bei, sondern auch viele Arzneimittel. Dazu gehören Antibiotika, Cortison, Protonenpumpenhemmer (moderne Magensäureblocker) und Entzündungshemmer wie ASS, Diclofenac oder Ibuprofen. Auch nach einer Strahlen- und Chemotherapie ist der Aufbau der Darmflora äußerst wichtig. Bei einer gesunden Darmflora sind die nützlichen Bakterien in der Überzahl und können krankmachenden Bakterien Einhalt gebieten. Durch die Zufuhr von Darmbakterien mit sog. Probiotika wird die Darmflora wieder ins Gleichgewicht gebracht.

Ernährung bei Darmsanierung

Süßkartoffeln reinigen den Darm.

Bei einer Darmsanierung spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Auf den Speiseplan gehören bei der Darmsanierung gesunde Nahrungsmittel. Die Süßkartoffel zählt dazu. | Bild: karepa – Fotolia

Grundsätzlich sollte bei einer Darmsanierung auch auf die Ernährung geachtet werden. Es gibt zahlreiche Nahrungsmittel, die für den Prozess nicht förderlich sind. Vom Speiseplan bei einer Darmsanierung sollten Zucker, Weißmehl, Milchprodukte, Fleisch, Koffein und Salz weitestgehend verschwinden. Das gilt im Übrigen auch schon für eine Darmreinigung. Um die schonende Darmeinigung und Darmsanierung zu unterstützen, eignet sich eine Ernährung mit Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Nüssen, Mandeln, Quinoa, Hirse, Buchweizen, Sprossen, Samen (zum Beispiel Pinienkerne, Leinsamen oder Chiasamen), Knollengemüse (etwa Kartoffeln, Karotten, Pastinaken, Süßkartoffeln oder Rote Beete), Blattgemüse (beispielsweise Kopf- und Feldsalat, Spinat, Rucola, Chicorée) und Fruchtgemüse (unter anderen Paprika, Zucchini, Aubergine, Tomate). Damit lassen sich leckere Rezepte während der Darmsanierung kreieren.

Eine regelmäßige Darmreinigung, zum Beispiel im Frühjahr und Herbst, ist eine gute Investition in unsere Gesundheit. Sie hilft dem Darm, seine vielfältigen Aufgaben – wie die Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen und die Steigerung der Abwehrleistung – besser zu erfüllen; so macht sie wieder fit und leistungsstark. Eine Darmsanierung erleichtert oft auch den Einstieg in eine gesunde Lebensweise.

>Sehen Sie hier unser Dossier zum Thema „Darm“

>Sehen Sie hier unser Dossier zum Thema „Entgiftung“



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