Mit Wintersonne gegen Vitamin D-Mangel?

Menschen, die nördlich des 42. Breitengrads leben, haben im Winter vergleichsweise wenig von der Sonne.

Im Winter empfiehlt es sich, öfters in die Berge zu fahren, da dort der UV-B-Anteil des Lichts höher ist. | Bild: SUDIO 1ONE – Fotolia

Während unser Körper eine Vorstufe von Vitamin D selbst produzieren kann, benötigt er das Sonnenlicht, um diese Vorstufe in unserer Haut in Vitamin D umzuwandeln. Doch was passiert in der Zeit zwischen Oktober und April, wenn die Sonne sehr tief steht? Reichen regelmäßige Aufenthalte in der Wintersonne dann aus, um den Vitamin D-Spiegel zu decken?

Vitamin D-Mangel – Symptome

Viele Studien befassen sich mit dem Vitamin D-Spiegel der deutschen Bevölkerung – sie kommen zu dem Ergebnis, dass über 60 % der Bevölkerung einen zu geringen Blutspiegel des Vitamins aufweisen. Experten gehen davon aus, dass bei einem Spiegel unter 20 ng/ml (oder 50 mmol/l) Blut viele elementare Störungen hervorgerufen oder begünstigt werden können. Dazu zählen:

  • Kalziummangel der Knochen, der bei Kindern zu Rachitis und bei älteren Erwachsenen zu Osteoporose führen kann, welche das Risiko von Knochenbrüchen erhöht
  • Erhöhte Infektanfälligkeit, da Vitamin D auch in die Regulation des Immunsystems eingreift
  • Muskelschwäche
  • Chronische Abgeschlagenheit, eingeschränkte geistige Leistungsfähigkeit und Depression
  • Hautprobleme

Ebenfalls wird diskutiert, dass ein Vitamin D-Mangel schwere chronische Erkrankungen begünstigen kann, wie zum Beispiel Krebs, Autoimmunerkrankungen oder die Alzheimer Krankheit.
Vitamin D ist hinsichtlich seiner chemischen Zusammensetzung und seiner umfangreichen Funktionen im Körper eher den Hormonen zuzuordnen, die wichtige Steuerungsfunktionen übernehmen. Im menschlichen Gewebe lassen sich viele Vitamin D-Rezeptoren nachweisen, was dafür spricht, dass viele elementare Körperfunktionen bei einem Vitamin D-Mangel gestört werden könnten.

Vitamin D Werte im Winter meist zu niedrig

Dass im Winter die Vitamin D-Werte oft zu niedrig sein können, liegt vor allem an der geographischen Lage: Wer nördlich des 42. Breitengrads wohnt (in Europa bereits nördlich von Marseille oder Rom!) bekommt im Oktober, März und April aufgrund eines flachen Einfallwinkels der Sonnenstrahlen zu wenig, und im November bis Februar sogar überhaupt keine UV-B-Strahlung ab. Diese ist aber nötig, um Vitamin D zu aktivieren. Nördlich von Berlin erweitert sich die UV-B-freie Zeit sogar auf die Spanne von Oktober bis März. Als Faustregel gilt: Erst wenn der eigenen Schatten kürzer ist als man selbst, kann Vitamin D gebildet werden.

Anders als bei anderen Vitaminen spielt die Ernährung für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D eine untergeordnete Rolle. Die hierzulande verzehrte Nahrung ist relativ Vitamin D-arm und daher nicht geeignet, einem Vitamin D-Mangel entgegenzuwirken. Man müsste schon jeden Tag mehrere fette Seefische (Makrele, Lachs oder Hering), Innereien und viele Eier essen, um über die Ernährung einen messbaren Einfluss auf den Vitamin D-Spiegel zu nehmen.

Den empfohlenen Vitamin D-Spiegel halten

Eine Substitution mit Vitamin D Präparaten kann im Winter helfen, wenn die Vitamin D-Werte zu niedrig sind. Bei gesunden Erwachsenen gilt eine tägliche Einnahme von bis zu 4.000 IE als unbedenklich. Im Rahmen einer Vitamin D-Substitution ist es sinnvoll, die Blutspiegel zur Kontrolle im Labor bestimmen zu lassen und die Dosis gegebenenfalls an diese Werte anzupassen. Doch das sollte von einem Arzt oder auf die Vitamintherapie spezialisierten Therapeuten unbedingt begleitet werden. Hevert bietet  hochwertige Vitamin D3-Präparate in unterschiedlichen Dosierungen an, wie zum Beispiel Vitamin D3 Hevert 2000 IE, Vitamin D3 Hevert 4000 IE, oder für Kinder und Jugendliche Vitamin D3 Hevert Gummidrops mit 1000 IE.

In den Wintermonaten ist es ideal, öfters in die Berge zu fahren, da dort der UV-B-Anteil des Lichts höher ist. Auch Urlaube in südlichen Gefilden helfen natürlich dabei, das lange Wintertief zu überbrücken. Im Sommer hingegen können Sie bei entsprechender Lebensweise relativ schnell und unkompliziert Ihren Vitamin D-Speicher wieder auffüllen. Unter dem Einfluss von Sonnenlicht auf die Haut kann unser Organismus täglich 10.000-20.000 IE Vitamin D herstellen. Vorausgesetzt, man geht zur richtigen Tageszeit (10-14 Uhr) und mit zumindest teilweise unbedeckter Haut ins Freie. Schon 15 Minuten können dann je nach Hauttyp ausreichen. Wer dagegen erst abends die Sonne genießt, wird in der Regel auch im Sommer Vitamin D zuführen müssen.

Durch die berechtigte Sorge vor Hautkrebs hat die Anwendung von Sonnenschutzcreme in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Zu hohe Lichtschutzfaktoren (schon über LSF 14) halten jedoch die UV-B-Strahlung komplett von der Haut fern, so dass sie kein Vitamin D bilden kann. Daher sollten Sie zumindest die ersten 15 Minuten Ihres Sonnenbades ohne Sonnenschutz genießen. Passen Sie Ihre Zeit in der Sonne Ihrem Hauttyp und dem UV-Index der Lichtsituation an. Dunklere Hauttypen bilden benötigen mehr Zeit für eine vergleichbare Vitamin D-Produktion, und bei einem niedrigen UV-Index, wie zum Beispiel an einem leicht bewölkten Tag, ist die die Vitamin D-Produktion stark verringert.

 

>Sehen Sie hier unser Dossier zum Thema Vitamin D und Vitamin D-Mangel

 



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