Graue Haare durch Stress: Studie bestätigt erstmals Zusammenhang

Graue Haare
Graue Haare bekommen wir früher oder später alle. | Bild: insta_photos – Adobe Stock

„Lass Dir deswegen keine grauen Haare wachsen“, rät der Volksmund, wenn sich jemand zu viele Sorgen macht. Ob an dem sprichwörtlichen Zusammenhang zwischen Stress und grauen Haaren etwas dran ist, beschäftigt auch die moderne Wissenschaft. Jetzt konnten Forscher der Harvard Universität in Cambridge die Ursache finden, warum Stress zu grauen Haaren führt.

Graue Haare bekommen wir früher oder später alle. Denn mit zunehmendem Alter produzieren die Zellen in den Haarfollikeln, die Melanozyten, immer weniger Melanin. Das Pigment Melanin ist dafür verantwortlich, ob wir blond-, braun-, schwarz- oder rothaarig sind. Lässt die Melanin-Produktion nach, wachsen unpigmentierte Haare nach. Die sichtbaren Folgen sind graue Haare. Genau genommen sind es weiße Haare, da ihnen ohne Pigmente jede Farbe fehlt. Wann die Melanin-Produktion nachlässt, ist überwiegend genetisch bedingt.

Aber nicht nur das Alter sorgt für graue Haare. Forscher der Harvard Universität in Cambridge haben im letzten Jahr in einer in der renommierten Zeitschrift „Nature“ veröffentlichten Studie gezeigt, warum unsere Haare schneller grau werden, wenn wir viel Stress haben. Unter Stress schüttet das sympathische Nervensystem vermehrt Noradrenalin aus. Das hat Auswirkungen auf die Melanozyten-Stammzellen in den Haarfollikeln. Ruhende Melanozyten werden zu beschleunigtem Wachstum und Zellteilung veranlasst mit dem Ergebnis, dass sie dauerhaft aus dem Haarfollikel abwandern. Im Tierversuch zeigte sich, dass bereits nach wenigen Tagen die Haarfollikel dauerhaft keine Pigmentzellen mehr bilden können. Es wächst unpigmentiertes und damit weißes Haar nach.

Was in stressigen Zeiten hilft

Zurück zur Natur ist als Trend nicht nur in, sondern auch auf unseren Köpfen angekommen. Immer mehr Frauen stehen heute zu ihren naturgrauen Haaren. Doch andauernder Alltagsstress macht nicht nur graue Haare, sondern auch krank. Stress lässt sich kaum vermeiden. Aber wir können unsere Widerstandskraft gegen Stress stärken. Ob Spaziergang, Sport oder Meditation – bauen Sie entspannende Routinen in Ihren Alltag ein, schlafen Sie ausreichend und essen Sie gesund. Zusätzlich können Heilpflanzen und Mikronährstoffe bei der Stressbewältigung helfen. So haben Passionsblume, Tigerlilie und echter Baldrian eine beruhigende Wirkung bei akutem und chronischem Stress. Sie sind beispielsweise in Calmvalera Tabletten enthalten. Stressspezifische Mikronährstoffe wie Magnesium, Selen, Zink und Biotin (z.B. in NeuoBalance Hevert) unterstützen wichtige Systeme und Körperfunktionen, die die Widerstandkraft des Körpers gegen Stress, die sogenannte Stressresilienz, erhöhen.