Halsschmerzen? Hausmittel und Homöopathie helfen!

Gegen Halsschmerzen bietet die Homöopathie bewährte Einzel- und Komplexmittel.

Bei Halsschmerzen kann auf bewährte Hausmittel zurück gegriffen werden. | Bild: Patrizia Tilly– Fotolia

Im Herbst beginnen die Erkältungssaison und die Zeit der Halsschmerzen. Der schnelle Griff zu betäubenden Lutschtabletten aus der Apotheke ist verständlich, muss aber nicht immer sein.  Also was tun bei Halsschmerzen? Gegen die Schmerzen im Hals helfen auch einfache Hausmittel wie etwa Apfelessig, Leinsamen oder Zwiebeln. Außerdem hilft die Homöopathie mit bewährten Einzel- und Komplexmitteln

Fallen mit den ersten Blättern auch die Temperaturen, geht es wieder los: Erst kratzt es im Hals und bald brennt der ganze Rachen wie Feuer. Meist ist die Ursache für Halsschmerzen ein Virusinfekt. Halsschmerzen können alleine auftreten oder als typische erste Anzeichen einer Erkältung. In jedem Fall heißt es schnell sein: Je früher man etwas gegen Halsschmerzen unternimmt, desto größer sind die Chancen, dass keine Verschlimmerung eintritt.

Das lesen Sie in diesem Artikel:

Häufigkeit von Halsschmerzen
Lutschtabletten können Antibiotika enthalten
Von Aloe Vera bis Zwiebeln – Bewährte Hausmittel gegen Halsschmerzen
Aloe Vera-Saft beruhigt gereizte Schleimhäute
Apfelessig desinfiziert
Brombeeren gegen Halsweh
Leinsamen schützen die Schleimhäute
Quarkwickel für lindernde Kühlung
Zwiebel killt Keime
Homöopathie gegen Halsschmerzen
Halsschmerzen – wann zum Arzt?

Häufigkeit von Halsschmerzen

Fast alle kennen die lästigen Halsschmerzen, doch genaue und verlässliche Zahlen über die Häufigkeit von Halsschmerzen gibt es nicht. Dies liegt vor allem daran, dass insgesamt nur wenige Menschen den Arzt aufsuchen. Schätzungen zur Folge sind das in Deutschland nur etwa zehn Prozent der Betroffenen, bei starken Schmerzen im Hals immerhin etwa 40 Prozent. Experten gehen davon aus, dass jeder dritte Deutsche mindestens einmal im Jahr von Halsschmerzen geplagt wird.

Lutschtabletten können Antibiotika enthalten

Freiverkäufliche Halsschmerzmittel wirken örtlich betäubend, keimabtötend oder entzündungshemmend. Was viele Halsschmerzgeplagte nicht wissen: Einige Präparate enthalten auch Antibiotika. Laut dem Marktforschungsinstitut IMS Health werden in Deutschland jährlich vier Millionen Packungen antibiotikahaltiger Halsschmerzmittel verkauft. Dabei lösen meist Viren die Entzündung im Hals-Rachenraum aus, gegen die Antibiotika wirkungslos sind. Zwar kann im Einzelfall eine bakterielle Infektion hinter den Halsschmerzen stecken. Doch auch dann rät die Bundesapothekerkammer (ABDA) von antibiotikahaltigen Lutschtabletten ab – die Konzentration des Wirkstoffs auf der Mundschleimhaut sei schlicht zu gering. Zudem ist bekannt, dass es nach lokaler Anwendung von Antibiotika zu allergischen Reaktionen kommen kann.

Von Aloe Vera bis Zwiebeln – Bewährte Hausmittel gegen Halsschmerzen

Gegen das Kratzen im Hals: Vor allem als Tee zubereitet, wirkt die Zwiebel in Mund- und Rachenraum antimikrobiell. | Bild: svetikd – iStock

Steckt hinter den Halsschmerzen wie in den meisten Fällen ein Virusinfekt, klingen sie in der Regel nach zwei bis drei Tagen ab. Bis dahin lassen sich die Beschwerden mit einfachen Hausmitteln lindern. Oft hilft schon regelmäßiges Trinken gegen das Kratzen im Hals: Die Schleimhäute werden feucht gehalten und Reizungen abgeschwächt. Am besten eignen sich warmes Wasser und Tees aus entzündungshemmenden Kräutern wie Salbei, Thymian oder Kamille.

Aloe Vera-Saft beruhigt gereizte Schleimhäute

Der klare, geruchlose Saft der Aloe Vera ist für seine wundheilende Wirkung bekannt. Eine Wohltat für die gereizte und entzündete Rachenschleimhaut ist Gurgeln mit Aloe Vera-Saft, den es in Reformhäusern und Apotheken zu kaufen gibt. Gegen das Kratzen im Hals am besten jede Stunde einmal mit dem unverdünnten Saft gurgeln.

Apfelessig desinfiziert

Apfelessig ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen. Er wird dabei immer verdünnt eingesetzt. Für eine Gurgellösung nimmt man einen halben Teelöffel Apfelessig auf ein Glas warmes Wasser. Um einen schmerzlindernden Effekt zu erzielen, muss man mindestens drei Mal am Tag gurgeln.

Brombeeren gegen Halsweh

Als natürliches Hausmittel gegen aufkommende Halsschmerzen und Heiserkeit wird in der Volksheilunde der Verzehr von frischen Brombeeren empfohlen. Die Früchte sollten zimmerwarm sein und intensiv und langsam gekaut werden. Anstelle von frischen Brombeeren eignet sich auch Brombeermuttersaft ohne Zusatz von Zucker und Wasser. Den Saft einfach leicht erwärmen, gurgeln und in kleinen Schlucken trinken.

Leinsamen schützen die Schleimhäute

Die braunen Samen der Leinpflanze (Linum usitatissimum) haben eine schleimhautschützende Wirkung, die man nicht nur bei Sodbrennen oder Magen-Darmreizungen, sondern auch bei Halsschmerzen nutzen kann. Dazu übergießt man einen Teelöffel Leinsamen mit 0,25 Liter kaltem Wasser und lässt das Ganze eine halbe Stunde lang stehen. Die gesiebte Flüssigkeit kann dann als Gurgellösung verwendet werden.

Quarkwickel für lindernde Kühlung

Die Kühle, die beim Auflegen kalter Quarkwickel auf die Haut und das Gewebe übertragen wird, lindert Schmerzen. Quark nimmt Wärme nur sehr langsam auf und sorgt somit für eine lang anhaltende, gleichmäßige Kühlung. Quarkwickel werden deshalb von Ärzten und Physiotherapeuten oft bei schmerzenden und geschwollenen Gelenken empfohlen. Weniger bekannt: Quark ist auch bei Halsschmerzen sinnvoll. Für einen wärmeentziehenden Wickel sollte der Quark kühl, aber nicht eiskalt sein. Man streicht ihn fingerdick mittig auf ein Leinentuch, das ungefähr anderthalb mal um den Hals passt. Darüber kommen mehrere Schichten Küchenpapier und schließlich zur Fixierung ein Schal oder Halstuch. Kalte Wickel sollten höchstens 20 bis 40 Minuten anliegen. Danach für mindestens eine Stunde einen warmen Schal um den Hals wickeln. Und: Quark nach der Anwendung entsorgen, er ist auch für Tiere nicht mehr genießbar.

Zwiebel killt Keime

Aufgrund des hohen Anteils an schwefelhaltigen Verbindungen sind sie nicht Jedermanns Sache. Aber genau die für den strengen Geruch verantwortlichen Inhaltsstoffe machen die Zwiebel so gesund: Ihr Verzehr kann Entzündungen hemmen und Keime abtöten. In Zwiebeln ist zudem noch eine weitere Substanz enthalten, die im Tierversuch gegen Viren aktiv war, nämlich das Quercetin, das zu den Flavonoiden zählt. Vor allem als Tee zubereitet, wirkt die Zwiebel in Mund- und Rachenraum antimikrobiell gegen verschiedene Keime und hilft so bei Halsschmerzen und Husten. Dazu kocht man eine klein geschnittene rohe Zwiebel für fünf Minuten in einem halben Liter Wasser. Danach abseihen und auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Maximal zwei Tassen pro Tag trinken. Etwas Honig hilft, den Geschmack zu verbessern.

Homöopathie gegen Halsschmerzen

In der Homöopathie haben sich unter anderem drei Salze zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen im Hals- und Rachenraum bewährt: Ammoniumbromid (Ammonium bromatum), Calciumiodid (Calcium jodatum) und Quecksilbercyanid (Mercurius cyanatus). In Kombination mit immunstärkenden und antientzündlichen Pflanzenwirkstoffen aus Tollkirsche (Belladonna), Sonnenhut (Echinacea) und Minze (Mentholum) lindern sie quälende Halsschmerzen und hemmen die Entzündung in Hals und Rachen (z.B. in Dolotonsil Hevert bei Halsschmerzen).

Bei einer Erkältung bleibt es häufig nicht bei den Halsschmerzen allein. Wenn sich die Erkältungsviren in der Nase einnisten, beginnt meist fast gleichzeitig der Schnupfen. Der Körper versucht dann die Eindringlinge durch vermehrte Schleimproduktion loszuwerden. Ein bewährtes homöopathisches Mittel bei Schnupfen ist Luffa. Es wird aus der zu den Kürbisgewächsen zählenden Schwammgurke (Luffa operculata) gewonnen. Aufgrund seiner breiten Wirkung ist Luffa operculata auch in homöopathischen Komplexmitteln zur Behandlung von Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen wie in Sinusitis Hevert SL enthalten. Sinusitis Hevert SL ist auch für Säuglinge, Kinder und Menschen mit empfindlichem Magen geeignet.

Halsschmerzen – wann zum Arzt?

Hausmittel helfen bei Halsschmerzen nicht immer, vor allem wenn sie besonders stark oder langanhaltend sind. Besser zum Arzt gehen sollte man:

  • wenn die Beschwerden sich nach drei Tagen nicht bessern
  • wenn die Schmerzen sehr stark sind
  • wenn hohes Fieber eintritt
  • wenn die Mandeln gerötet und geschwollen sind
  • wenn man sehr starke Schluckbeschwerden hat
  • wenn die Halslymphknoten stark angeschwollen sind

>Sehen Sie hier unser Dossier zum Thema „Erkältung“

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