Frühaufsteher und trotzdem müde: Melatonin nach der Zeitumstellung ist keine Lösung

Auch Menschen, die gerne früh aufstehen, sind in der Winterzeit morgens plötzlich müde.

Wenn die Uhr im Herbst von Sommer- auf Winterzeit umgestellt wird, plagt sich so mancher Frühaufsteher morgens plötzlich mit Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. | Bild: WoGi – fotolia

Am vergangenen Wochenende wurde die Uhr auf die Winterzeit umgestellt. Wer spät ins Bett geht und lieber länger schläft, kann profitieren. Menschen, die eher früh aufstehen, leiden dagegen oft unter der Umstellung. Wenn der Schlafrhythmus durch Herbstferien oder ein verlängertes Wochenende zusätzlich aus dem Takt gerät, kann es zu Beschwerden wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche kommen.

Schlafforscher schätzen, dass etwa 10 Prozent der Bevölkerung zu den Frühaufstehern zählen, die bei der Winterzeit-Umstellung besonders anfällig sind. Bis sich der Körper komplett an die Winterzeit gewöhnt hat, können zehn bis 14 Tage vergehen.

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Manch einer versucht, diese Gewöhnungsphase mit der Einnahme des Hormons Melatonin, das den Tagesrhythmus steuert, zu verkürzen. Doch davon raten Forscher ab – viel sinnvoller ist es, sich morgens bewusst natürlichem Licht auszusetzen. Helles, künstliches Licht im weiß-blauen Farbbereich kann ebenfalls helfen, auch wenn es von vielen Menschen als unangenehm empfunden wird. Das helle Licht signalisiert dem Körper, dass es an der Zeit ist, die Ruhephase der Nacht zu beenden und auf Leistungsfähigkeit umzuschalten. Abends wiederum sollte man große Helligkeit vermeiden, da sich der Körper sonst nicht gut auf die Nacht vorbereiten kann.